Stand: 23.06.2017 10:46 Uhr

Rügens Mitte rund um Putbus und Bergen

Die meisten Rügen-Urlauber zieht es an die Küste, aber auch im Landesinneren hat die Insel interessante Ausflugsziele zu bieten - etwa die alte Residenzstadt Putbus mit dem Schlosspark oder das Örtchen Boldevitz am Nonnensee in der Nähe von Bergen.

Ein Obelisk.

Auf den Spuren der Freimaurer von Putbus

Nordtour -

In der Stadt Putbus auf Rügen gründeten Freimaurer 1847 die Johannisloge. Ralf Marius Bittner kennt sich mit dem Geheimbund aus und bietet verschiedene Themenführungen an.

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Schöne Aussicht in der Inselhauptstadt Bergen

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Der 27 Meter hohe Backsteinrundturm wurde in Gedenken an den Rügener Dichter Ernst-Moritz Arndt errichtet.

Bergen heißt die Inselhauptstadt mit etwa 19.000 Einwohnern. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen in die ländliche Umgebung. Bevor es losgeht, lohnt sich ein Abstecher zum Ernst-Moritz-Arndt-Turm auf den 91 Meter hohem Rugard im Nordosten der Stadt. Von dort bietet sich ein schöner Blick über die Landschaft und den Kleinen Jasmunder Bodden, ein fischreiches Randgewässer der Ostsee. Ein weiteres schönes Ausflugsziel, etwa mit dem Rad, ist der Nonnensee im Nordwesten der Stadt. Naturliebhaber können dort sehr gut heimische Vogelarten beobachten, die am Ufer brüten.

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Rund um das Gutshaus Boldevitz laden viele einsame Wege zum Wandern und Radfahren ein.

Gut fünf Kilometer nordwestlich des Sees liegt das kleine Örtchen Boldevitz. Dort gibt es neben malerischen Landschaften typische Inselarchitektur zu entdecken - wie etwa die Boldevitzer Rügenkaten mit ihren Strohdächern. Attraktiv ist auch das Gutshaus Boldewitz mit seinem weitläufigen Landschaftspark, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt. Das Gutshaus wurde 1635 während der Schwedenzeit erbaut und vermietet heute Ferienwohnungen in kleinen Katen. Im Sommer finden in dem Anwesen auch Konzerte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern statt. Ebenfalls einen Abstecher wert ist der etwa zehn Kilometer entfernt gelegene Gutspark Kubbelkow - ein 40.000 Quadratmeter großer englischer Landschaftspark mit Barockelementen.

Putbus - die alte Residenzstadt

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Der Circus bildet das Herz des alten Putbus.

Wer von Sellin auf der Deutschen Alleenstraße nach Westen fährt, stößt an der Südküste der Insel auf die ehemalige fürstliche Residenz. Putbus - 1810 von Fürst Wilhelm Malte zu Putbus zum Kur- und Badeort ausgebaut - besteht heute aus 30 Ortsteilen, von denen viele direkt am Rügischen Bodden liegen. Erbaut ist die Stadt im Stil des Klassizismus, den Mittelpunkt bildet der Circus - ein runder Platz mit einem stattlichen Obelisk im Zentrum. Vom Circus führt eine Allee - gesäumt von schönen weißen Häusern - zum eckigen Marktplatz. Das einstige Schloss wurde in den 1960er-Jahren abgerissen, doch der Schlosspark lohnt trotzdem einen Besuch - er ist einer der bedeutendsten Landschaftsparks in Norddeutschland und beherbergt viele botanische Seltenheiten, einen schönen See und ein Wildgehege mit Rot- und Damwild.

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Der schöne Schlosspark mit Orangerie in Putbus lädt zu einem Spaziergang ein.

Einige historische Gebäude, die einst zum Schloss gehörten, sind noch erhalten und zu besichtigen. Dazu gehören der Marstall, die Orangerie - heute ein Kunst- und Kulturzentrum - die Schlosskirche und das Mausoleum der Familie von Putbus. Ein besonderes Kleinod ist das Putbuser Theater. Nach einer ausführlichen Restaurierung lädt das im klassizistischen Stil erbaute Haus wieder zu verschiedenen Aufführungen ein. Putbus gilt als ein Zentrum der Freimaurer. An mehreren Gebäuden zeigen sich die Zeichen der Freimauer, Winkel und Zirkel. Eine architektonische Besonderheit erwartet den Besucher in der Lauterbacher Chaussee: Dort steht ein Haus auf dem Kopf. Bis auf den Eingang ist im Haus "kopfüber" alles um 180 Grad gedreht. Wer sich diese verkehrte Welt ansehen möchte, kann das Haus täglich besichtigen.

Mit der Dampfbahn über die Insel

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Der "Rasende Roland" verbindet Putbus mit den Küstenorten Binz, Sellin und Göhren.

Wer Putbus besuchen möchte, kann das auf nostalgische Weise tun - mit dem "Rasenden Roland". Die alte Schmalspur-Dampfbahn fährt mehrmals täglich mit rund 30 Kilometern pro Stunde über die Insel und lässt Reisenden so genügend Zeit, Landschaft und Sehenswürdigkeiten anzuschauen und zu genießen. Die Strecke verläuft im Südosten der Insel und führt von Putbus über Binz und Sellin bis nach Göhren.

Ebenfalls von Putbus aus - genauer vom Hafen in Lauterbach - fährt ein kleines Boot zur Insel Vilm. Sie steht unter Naturschutz und darf nur von 30 Personen pro Tag im Rahmen einer naturkundlichen Führung besucht werden.

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 16.09.2017 | 18:00 Uhr

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