Stand: 05.08.2016 16:00 Uhr

Wandern und kuren in Bad Harzburg

Schon früh entdeckten die Bad Harzburger die Solequellen in ihrer Stadt. 1831 begann der Bade- und Kurbetrieb. Mit drei Reha- und einer orthopädischen Klinik sowie dem Solebad ist Bad Harzburg noch heute ein Kurort.

Heilquellen und Sole-Therme

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Die historische Wandelhalle ist seit mehr als 100 Jahren Treffpunkt der Kurgäste.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts verfügt die Stadt über ein städtisches Badehaus mit Wandelhalle und Park. Insgesamt sieben Heilquellen entspringen in Bad Harzburg, die für die Behandlung von Krankheiten und für Kuren genutzt werden. Die beiden Solequellen Johann-Albrecht- und Dr.-Harras-Schneider-Quelle dienen zu Badezwecken. Außerdem gibt es zwei Mineralwasser-Quellen und drei Trinkbrunnen. Deren Wasser können Besucher in der historischen Trink- und Wandelhalle im Badepark probieren.

Fleischgericht dekoriert mit bunten Blüten.

Die malende Köchin von Bad Harzburg

Nordtour -

Ihre Kochkunst ist weit über Bad Harzburg bekannt: Anke Borchardt betreibt ein Hotel-Restaurant. Sie verrät, wie man einen schönen Wintertag im Harz verbringt.

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Am Kurpark lädt die Sole-Therme mit Schwimmbad, Sauna-Erlebniswelt und Sole-Grotte zum Entspannen ein. Die Natur-Sole, Wasser mit hohem Salzgehalt, wird aus 840 Metern Tiefe in die Becken gepumpt. Badegäste können zwischen je zwei Innen- und Außenschwimmbecken mit rund 30 Grad warmem Wasser wählen.

Guter Ausgangspunkt für Wanderungen

Von der Rabenklippe haben Wanderer einen guten Ausblick auf den Brocken.

Als Tor zum Nationalpark ist Bad Harzburg ein guter Startpunkt für Wanderungen im Harz, etwa rund um den Eckerstausee, zur Rabenklippe oder auf dem Teufelsstieg zum Brocken. Das Angebot ist groß und umfasst ganz unterschiedliche Strecken verschiedener Schwierigkeitsgrade. Über die einzelnen Wanderrouten, darunter auch verschiedene Themenwanderwege, informiert die Stadt auf ihrer Website.

Mit der Nostalgiebahn auf den Burgberg

Im Südosten von Bad Harzburg erhebt sich der 483 Meter hohe und auf drei Seiten steil abfallende Große Burgberg. Während die Besucher früher mit Eseln den Weg zur Spitze des Berges zurücklegten, fährt heute im 15-Minuten-Takt eine Kabinenseilbahn nach oben. Die Kabinen stammen aus dem Jahr 1929 und ähneln im Innern einer Straßenbahn. Der Blick vom Bergplateau auf die Stadt und den Nordharz ist grandios. Von der einst mächtigen Burganlage auf dem Burgberg sind allerdings nur noch Ruinen zu sehen. Ein historischer Rundweg mit Tafeln informiert über die einstige Anlage.

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Eine Seilbahn bringt Touristen in drei Minuten auf den Großen Burgberg.

Heinrich IV. ließ die Harzburg 1066 bis 1068 zum Schutz der Kaiserpfalz in Goslar und der Silberminen im Rammelsberg auf dem Großen und Kleinen Burgberg erbauen. Nach der Zerstörung durch die Sachsen wurde sie 1180 zur Reichsfeste ausgebaut, wechselte über die Jahrhunderte mehrfach den Besitzer und wurde 1650 schließlich abgebrochen.

Luchsgehege an den Rabenklippen

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Luchse sind scheue Tiere, aber bei der Fütterung können Besucher sie beobachten.

1818 wurde der letzte Luchs im Harz erschossen. Seit einigen Jahren läuft ein Wiederansiedlungsprojekt im Nationalpark Harz. Die großen Wildkatzen mit den Pinselohren sind allerdings in freier Natur kaum auszumachen. Östlich von Bad Harzburg ist die Chance wesentlich größer. Im Luchs-Schaugehege an den Rabenklippen leben mehrere Luchse. Jeden Mittwoch und Sonnabend um 14.30 Uhr füttern Mitarbeiter des Nationalparks die Tiere und informieren dabei über das Luchsprojekt, die Auswilderung der Tiere und die Besonderheiten der Großkatzen.

Der Eintritt zum Luchsgehege ist frei, Spenden zur Unterstützung des Projekts sind aber erwünscht. Das Luchsgehege erreichen Besucher in einer knapp 60-minütigen Wanderung von der Bergstation der Burgberg-Seilbahn aus. Von April bis Mitte November fährt auch ein Bus (Linie 875) von Bad Harzburg direkt zum Luchsgehege und wieder zurück.

Spaziergang zwischen Baumwipfeln

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Ungewohnte Perspektive: Der Pfad bringt Besucher auf Höhe der Baumkronen.

Jüngste Attraktion Bad Harzburgs ist ein Baumwipfelpfad. Die rund einen Kilometer lange Strecke schraubt sich zunächst in gut 20 Meter Höhe und führt dann durch die Baumkronen des Kalten Tals, in der Nähe der Seilbahn. Ein Teil eines Pfades in 26 Metern Höhe hat einen Glasboden und eröffnet so einen besonderen Blick in die Tiefe. Fast 50 Erlebnis- und Infostationen informieren außerdem über Tiere, Pflanzen und den Wald im Harz sowie die Erdgeschichte.

Karte: Bad Harzburg
Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Nordtour | 18.02.2017 | 18:00 Uhr

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