Stand: 23.10.2017 11:36 Uhr

Auf den Spuren der Harzer Wildkatzen

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Der Erlebnispfad eignet sich bestens für Familien mit Kindern.

Sie gehören zu den scheuesten Bewohnern der Wälder im Harz: Wildkatzen und Luchse. Erst im Schutz der Dämmerung streifen sie auf der Suche nach Beute durch ihr Revier. Für Naturfreunde gibt es mit dem Wildkatzen-Walderlebnis-Pfad in Bad Harzburg eine gute Möglichkeit, mehr zu erfahren über das Leben der leisen Räuber.

Leise und heimlich durchs Unterholz schleichen

Stichwort Wildkatze

Wildkatzen ähneln der Hauskatze, sind aber etwas kräftiger und größer. In ihrem Fell zeichnen sich stets vier oder fünf parallele Streifen am Nacken ab. Auch der Schulterbereich ist gestreift. Die Waldbewohner lebten schon lage vor der Hauskatze in Europa.
Wildkatzen waren bis auf einige Gebiete im Harz ausgestorben. Inzwischen haben sie sich wieder in einigen Wäldern in Deutschland ausgebreitet.

Zu dem 2,5 Kilometer langen Weg gehören zehn Stationen mit Informationstafeln und Mitmach-Angeboten. Der Pfad ist ein Projekt des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) und weiterer Partner, das sich in erster Linie an Familien richtet. An Stationen wie "Leise und heimlich durchs Unterholz schleichen" können Besucher selbst ausprobieren, wie sie sich möglichst geräuschlos im Unterholz bewegen können. Wildkatzen-Modelle, Schautafeln und eine "sprechende Bushaltestelle" informieren zusätzlich über das Verhalten der Tiere. Außerdem können sich Besucher einen Audio-Führer auf ihr Mobiltelefon laden. Der Erlebnispfad ist als Rundweg angelegt, für den etwa 2,5 Stunden benötigt werden. Er beginnt und endet am Großparkplatz an der Bundesstraße 4 in Bad Harzburg und zieht sich durch Teile des Riefenbachtals. Den Weg weist ein Grünes Logo mit der Silhouette einer Wildkatze.

Im Oktober 2017 wurde außerdem ein Wildkatzen-Gehege eröffnet. Vier Tiere leben in der Anlage an der Bundesstraße 4 zwischen Bad Harzburg und Torfhaus.

Bildergalerie
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Die Wildkatzen des Harzes

Seit dem Jahr 2000 läuft im Harz ein Wiederansiedlungsprojekt für Luchse. 24 Tiere wurden ausgewildert, weitere in Freiheit geboren. Auch die Wildkatze ist im Harz zu Hause. Bildergalerie

Zu Gast bei den Luchsen

Aus nächster Nähe können Naturfreunde Raubkatzen im Harz auch an den Rabenklippen oberhalb von Bad Harzburg beobachten. Dort leben vier Luchse in einem Schaugehege. Luchse wurden fast 200 Jahre nach ihrer Ausrottung im Jahr 2000 wieder im Harz angesiedelt und haben sich inzwischen in der Natur auf etwa 70 Exemplare vermehrt.

Ausstellung im Haus der Natur

Stichwort Luchs

Der Luchs ist die größte europäische Katze. Bei einer Schulterhöhe von etwa 60 Zentimetern wiegt ein Luchs rund 20 Kilogramm. Die Einzelgänger jagen vor allem Rehe und Rothirsche.

Wer mehr über Luchse im Harz erfahren möchte, kann eine Ausstellung im Bad Harzburger Haus der Natur besuchen. Sie widmet den Großkatzen einen eigenen Bereich mit Filmen und vielen Informationen. Auch von zu Hause aus können Naturfreunde das Tierleben im Harz beobachten. Für das Projekt "Wilde Katzen am Grünen Band" wurden zahlreiche Fotofallen aufgestellt, deren Bilder im Internet veröffentlicht werden.

Wandertipp

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Karte: Ausflugsziele für Wildkatzen-Freunde im Harz
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Wildkatzen - Versteckt in Deutschlands Wäldern

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 20.10.2017 | 09:30 Uhr

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