Stand: 17.01.2017 15:07 Uhr

Hamburgs Hafen entdecken - so geht's

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Typischer Blick vom Elbufer: Die St. Pauli Landungsbrücken und die Hafenanlagen.

Hamburgs Hafen ist Wirtschaftsmotor und mit Speicherstadt, Hafencity und Elbphilharmonie zugleich eine der größten Attraktionen der Hansestadt. Jedes Jahr im Mai feiert die Stadt den Geburtstag ihres Hafens mit einem großen Volksfest samt Schiffsparade. Eine Hafenrundfahrt auf der Elbe gehört für Hamburg-Touristen zum Pflichtprogramm. Es gibt viele Möglichkeiten, den Hafen zu entdecken und dabei auch seine weniger bekannten Seiten kennenzulernen. Tipps für Entdeckertouren per Schiff, mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Bus.

Per Schiff: Hafenrundfahrten und andere Törns

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Bei einer Hafenrundfahrt können sich Besucher einen ersten Überblick verschaffen.

Ein beliebter Klassiker ist eine Rundfahrt mit dem Boot. Die meisten starten an den Landungsbrücken. Zwischen den Routen gibt es Unterschiede: So bieten die großen Schiffe, wie etwa die Schaufelraddampfer, mehr Komfort an Bord, wegen ihrer Höhe können sie aber nicht in die Speicherstadt fahren. Unter den zahlreichen Brücken passen nur die flacheren Barkassen durch. Auch die Fahrtzeit variiert zwischen ein und drei Stunden. Deshalb ist es ratsam, sich bei den Anbietern vorab zu informieren, welche Teile des Hafens jeweils angesteuert werden.

Empfehlenswert ist eine Fahrt mit der Maritimen Circle Line. Sie startet täglich zu festen Zeiten und steuert mehrere Museen am Hafen an, darunter etwa das Internationale Maritime Museum in der Hafencity, das Hafenmuseum und das Museumsschiff "Cap San Diego". Die Fahrgäste können an allen Haltestellen aussteigen und später wieder einsteigen.

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Im Hafen verkehren mehrere Linienschiffe, so etwa nach Finkenwerder und Waltershof.

Die günstigste Möglichkeit, den Hafen vom Wasser aus kennenzulernen, ist eine Fahrt mit einer der Hafenfähren. Sehr beliebt ist die Linie 62, die im 15-Minuten-Takt von den Landungsbrücken nach Finkenwerder und zurück fährt und auch an der Fischauktionshalle sowie am Museumshafen in Övelgönne hält. Während an diesen Haltestellen viele Menschen aussteigen, ist die Haltestelle Bubendey-Ufer - der erste Halt nach Finkenwerder - noch immer ein Geheimtipp: Mitten im Hafengebiet lockt dort ein Stück fast unberührter Natur. Damit könnte es ab 2018 vorbei sein. Dann soll am Elbufer eine neue Kaimauer für Containerschiffe entstehen. Neben den Hafenfähren zum HVV-Tarif gibt es zudem eine private Fährverbindung, die die Landungsbrücken mit Blankenese verbindet.

Mitten hinein ins Hafengebiet, in das von Hafenindustrie geprägte Waltershof, fährt die Linie 61, die allerdings nur wochentags verkehrt. Die Linie 73 fährt bis zur Ernst-August-Schleuse und verbindet so den Spreehafen und die Elbinsel Wilhelmsburg mit den Landungsbrücken. Fahrräder dürfen auf die Schiffe mitgenommen werden - so bieten diese auch eine gute Möglichkeit, eine Radtour oder einen Spaziergang durch den Hafen abzukürzen. Wer ein gültiges HVV-Ticket für U-/S-Bahn und Bus hat, kann damit auch die Hafenfähren nutzen.

Per Amphibienbus unterwegs an und auf der Elbe

Eine "Stadtkreuzfahrt" teils am Elbufer, teils auf dem Wasser bietet das Amphibienfahrzeug "Riverbus". Die Tour beginnt am Brooktorkai in der Hafencity und führt zunächst durch die Speicherstadt und dann in östlicher Richtung nach Entenwerder. Dort wird der Bus zum Schiff und schwimmt die Elbe flussaufwärts zur Billwerder Bucht und zum Holzhafen. Von Entenwerder geht es anschließend auf der Straße wieder zurück in die Hafencity.

Der Hafencity Riverbus fährt aus dem Wasser auf die Straße.

Amphibienbus: Von der Hafencity in die Elbe

Rund um den Michel -

Täglich bis zu sechs Mal sticht der "Hafencity Riverbus" in die Elbfluten. Rund 70 Minuten dauert die Fahrt von der Hafencity durch die Elbe und wieder zurück.

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Mit dem Bus zu den Containern

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Das Containerterminal in Altenwerder ist normalerweise nur aus der Ferne zu besichtigen. Einzige Ausnahme ist eine spezielle Bustour.

Eine ungewöhnliche Perspektive bietet auch eine Busrundfahrt direkt zu den Containerterminals, die sonst nicht zugänglich sind. Für die Tour unter dem Motto "Auge in Auge mit den Giganten" besitzt der Veranstalter Jasper eine Sondergenehmigung. Die dreistündige Fahrt beginnt an der Überseebrücke und führt auch durch bedeutende Teile des historischen Hafens wie das Nikolaifleet und die Speicherstadt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Wegen der speziellen Sicherheitsbestimmungen in den inneren Hafenzonen müssen die Teilnehmer einen Reisepass oder Personalausweis mitführen.

Zu Fuß auf den Spuren des historischen Hafens

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Die gerade eröffnete Elbphilharmonie überragt die historische Speicherstadt.

Ein Muss ist ein Spaziergang durch einen der bedeutendsten historischen Abschnitte des Hafens: die im 19. Jahrhundert erbaute Speicherstadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Dort lagerten einst Waren aus aller Welt, erst die Containerschifffahrt machte den riesigen Lagerhauskomplex überflüssig. Heute sind in den alten Speichern viele Museen und Restaurants untergebracht. Die Speicherstadt grenzt direkt an die Hafencity und Elbphilharmonie. Von der öffentlich zugänglichen Plaza des neuen Konzerthauses bietet sich ein toller Blick über Elbe und Hafen.

Fahrradtouren durch den Hafen

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Den Hafen per Rad entdecken

Wasser, Brücken, Industrieanlagen und viel Grün: eine Fahrradtour durch Hamburgs Hafen abseits gängiger Touristenziele. mehr

Da das Hafengelände sehr weitläufig ist, ist es ideal mit dem Fahrrad zu erkunden. Mehrere Routen führen mittlerweile auf gut ausgebauten Radwegen durch den Hafen. Einen Überblick über Radwege sowie verschiedene Tourenvorschläge, darunter für eine 45 Kilometer lange Hafenerlebnisroute, gibt eine Broschüre der Hamburg Port Authority. Eine kürzere Strecke führt über rund 25 Kilometer von der Hafencity durch Wilhelmsburg und Teile des Hafengebiets bis Finkenwerder und von dort mit der Fähre zurück zu den Landungsbrücken. Ein nur fünf Kilometer langer Radweg führt durch den Alten Elbtunnel und den Hafen nach Wilhelmsburg und lässt sich beliebig mit anderen Routen verbinden.

Längere Spaziergänge

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, muss sich wegen der enormen Ausdehnung des Hafengebiets auf einzelne interessante Ausschnitte des Hafengebiets beschränken. Lohnend ist ein Spaziergang an der Hafenkante von den Landungsbrücken zum Fischmarkt und weiter entlang der Großen Elbstraße bis nach Övelgönne.

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Über breite Treppen gelangen Besucher auf das Dach des "Dockland", das einen guten Blick über die Elbe ermöglicht.

Auf dem Weg kommt man vorbei an Fisch-Markthallen und der sogenannten Perlenkette aus modernen Bürohochhäusern, die in den letzten Jahren am Elbufer hochgezogen wurden. Das wohl spektakulärste Gebäude ist dabei das "Dockland" des Stararchitekten Hadi Teherani, das über eine große Außentreppe begehbar ist und von oben einen tollen Blick über Elbe und Hafen ermöglicht.

Ein empfehlenswerter Rundweg führt auf etwa 4,5 Kilometern rund um den Spreehafen. Unterwegs lohnt ein Abstecher zum nahe gelegenen Hafenmuseum am Hansahafen mit seiner Ausstellung zur Geschichte der Schifffahrt und des Seehandels in dem denkmalgeschützten sogenannten 50er-Schuppen. Start- und Endpunkt des Spaziergangs ist der S-Bahnhof Veddel.

Auf historischen Schiffen durch den Hafen

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Das 1908 erbaute Dampfschiff "Schaarhörn" bietet regelmäßig Törns durch den Hamburger Hafen an.

Eine etwas teurere, aber erlebnisreiche Variante der Hafentour sind Ausfahrten mit Traditionsschiffen der Stiftung Hamburg Maritim. Mehrere historische Schiffe, darunter Dampfschiffe ebenso wie Segler, bieten in den Sommermonaten regelmäßig Törns über die Elbe an. Start der meisten Fahrten, die je nach Törn und Schiff ab 35 Euro kosten, ist der Sandtorhafen in der Hafencity.

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Tipp: Bummel über den Hamburger Fischmarkt

Fischbrötchen und Kaffee, Bananen und Blumen: Auf dem Hamburger Fischmarkt treffen sich jeden Sonntag Frühaufsteher, Touristen und Nachtschwärmer beim Einkaufsbummel an der Elbe. mehr

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Ein Baudenkmal zum Staunen: Der Alte Elbtunnel

Bei seiner Eröffnung im Jahr 1911 war er eine technische Sensation. Wer heute die 132 Stufen im Alten Elbtunnel herabsteigt, findet noch immer eine einmalige Konstruktion. mehr

Hamburgs Hafen - Wahrzeichen und Jobmotor

Der Hafen ist mehr als Container und Warenumschlag. Hier wird gelebt, entspannt und Kunst geschaffen. Ein Blick hinter die Kulissen. mehr

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Die Geschichte des Hamburger Hafens

Vom hölzernen Alsteranleger zum Containerhafen: Seit mehr als 800 Jahren schlägt das wirtschaftliche Herz der Hansestadt im Hafen. Den Anfang machte eine gefälschte Urkunde. mehr

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 18.01.2017 | 16:10 Uhr

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