Stand: 10.05.2017 15:53 Uhr

Den Hamburger Hafen per Rad entdecken

von Irene Altenmüller und Kathrin Weber, NDR.de

Der Hafen ist Hamburgs "Tor zur Welt". Obwohl er gut zehn Prozent der Stadtfläche ausmacht, pilgern Hamburger und Touristen meist nur zu den Landungsbrücken oder in die Hafencity. Dabei gibt es in dem riesigen Gebiet rund um Norder- und Süderelbe viel Überraschendes zu entdecken. Das beste Fortbewegungsmittel, um auch versteckte Ecken zu erreichen, ist das Fahrrad. Ein Tourenvorschlag.

Containerterminals und grüne Oasen

Von der Hafencity nach Veddel

Die knapp 25 Kilometer lange Tour beginnt in der Hafencity. Wer nicht direkt mit dem Rad dorthin fahren möchte, kann mit S- oder U-Bahn anreisen (Haltestelle Hauptbahnhof oder Baumwall). Startpunkt ist die Brücke am Kaiserkai. Von dort hat man einen schönen Blick auf den Traditionsschiffhafen am Sandtor und die Magellan-Terrassen. Über die Dalmannkaipromenade mit der Elbphilharmonie an der Spitze geht es vorbei an den Marco-Polo-Terrassen auf die Überseeallee und anschließend rechts über die Baakenhafenbrücke auf die Umfahrung Versmannstraße. Sie führt direkt über die Freihafen-Elbbrücke.

Auf der anderen Seite der Brücke liegen die Elbinsel Veddel und der gleichnamige Stadtteil. Dort fährt man zunächst geradeaus und dann links in einem Bogen über Veddeler Damm unter den S-Bahn-Gleisen hindurch zum S-Bahnhof Veddel und dort rechts weiter über die Wilhelmsburger Brücke. Linkerhand befindet sich das Auswanderermuseum "BalllinStadt" - ein lohnendes Ziel für Geschichtsinteressierte.

Am Wasser entlang durch Wilhelmsburg

Wieder unter der S-Bahn hindurch geht es rechts über die Harburger Straße weiter nach Wilhelmsburg. Tipp: Statt auf der Straße zu fahren den Weg auf dem Deich nehmen. Hinauf- und hinunter muss man das Rad zwar schieben, aber dafür entschädigt ein toller Blick auf den Spreehafen und das Hamburger Stadtpanorama mit Elbphilharmonie und Michel. Auf Höhe der Tankstelle links in die Schlenzigstraße abbiegen. Einige Hundert Meter weiter tut sich am Vogelhüttendeich ein grünes Idyll auf: Der nahegelegene Ernst-August-Kanal ist ideal für eine Paddeltour und bietet Gelegenheit für eine Pause. Dort befindet sich ein Anleger mit Bootsverleih und Café.

Weiter geht es immer geradeaus auf einem gut ausgebauten neuen Radweg durch eine Kleingartensiedlung. Kaum zu sehen, aber deutlich zu hören, befindet sich linker Hand die Wilhelmsburger Reichsstraße, an der sich die Hafencontainer auftürmen. Am Ende der Kleingartensiedlung verläuft die Strecke direkt am Wasser durchs Grüne. Kurz bevor der Weg in die stark befahrene Mengestraße mündet, am Bürgerhaus Wilhelmsburg rechts über eine Brücke auf einen ruhigen Radweg (Gert-Schwämmle-Weg) abbiegen und diesem etwa 500 Meter folgen. Dann links in die Georg-Wilhelm-Straße abbiegen und über die große Kreuzung hinweg Richtung Süden fahren.

Alte Schleuse und Wasserturm

Auf Höhe des Eingangs zum Inselpark rechts in die Wilmansstraße biegen. Hier beginnt ein überraschend beschaulicher Weg, der sowohl an Grünanlagen vorbeiführt als auch den Blick auf Containerterminals und Industrieanlagen freigibt. Von der Brücke am Schlengendeich sieht man auf der rechten Seite die imposante alte Schleuse und die Kuppel des alten Wasserturms. Der schöne alte Backsteinbau, der neben dem Krankenhaus Groß Sand liegt, entstand 1911 zusammen mit einem Wasserwerk, um die wachsende Zahl der Elbinselbewohner mit sauberem Wasser zu versorgen.

Weiter geht es auf dem Rad- und Spazierweg direkt am Wasser entlang. Nach etwa 300 Metern knickt die Strecke rechts ab und führt auf den Reiherstieg-Hauptdeich. Diesem bis zur großen Kreuzung an der Neuhöfer Straße folgen. Hier geht es links über die Brücke. Wer mag, macht zuvor einen Abstecher nach rechts: Dort liegt etwa 300 Meter weiter an der Neuhöfer Straße der Energiebunker, ein etwa 30 Meter hohes, zum Kraftwerk umgebautes Weltkriegsrelikt mit schöner Aussichtsterrasse.

Karte: Die Strecke (grober Verlauf) und Sehenswürdigkeiten

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 06.05.2017 | 18:00 Uhr

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