Ein Kran ragt hier einem Rohbau hervor. © dpa-Bildfunk Foto: dpa-Bildfun

Zur Sache: Immobilien in SH werden immer teurer

Sendedatum: 31.01.2021 18:05 Uhr

In Schleswig-Holstein steigen die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser jedes Jahr deutlich - wo das hin führen könnte, darüber haben wir in der Sendung Zur Sache gesprochen.

Mit der Corona-Krise befürchteten viele, dass der Immobilienmarkt in Schleswig-Holstein einbrechen könnte, dass zum Beispiel Haus- oder Wohnungsbesitzer wegen Jobverlust oder Kurzarbeit ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Doch Experten sagen: Das ist nicht der Fall. Die Nachfrage ist ungebrochen, Angebot und Nachfrage halten sich nicht die Waage.

Ein Haus aus Geld auf einer Hand. © picture alliance / dpa Foto: Franziska Koark

AUDIO: Immobilien-Situation in SH in der Corona-Krise (61 Min)

Weniger Menschen verkaufen ihre Häuser oder Wohnungen

Laut Immobilienverband Nord geht die Zahl der Eigenheimbesitzer, die ihre Häuser und Wohnungen verkaufen wollen, seit Jahren zurück. Die Folge: Mit dem kleineren Angebot steigen die Preise. Die Bereitschaft der Eigentümer, ihre Immobilien in Schleswig-Holstein zu verkaufen, habe sich in den vergangenen drei bis vier Jahren halbiert, sagt der Vorsitzende des Immobilienverbandes Nord, Carsten Henningsen.

Lieber Stadtrand als Stadtmitte?

Pro Jahr steigen die Preise in Schleswig-Holstein um neun bis zehn Prozent, sagt Wolfgang Ullrich, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH. Dort wird einmal pro Jahr der sogenannte Immobilienatlas herausgegeben, der einen Überblick über die aktuellen Immobilienpreise im Land gibt. Michael Herte, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, hat beobachtet, dass in Corona-Zeiten Häuser und Wohnungen am Stadtrand und nicht mehr in der Innenstadt öfter angefragt werden als vor der Krise. Das könnte eine Folge des Homeoffice sein.

Neue Ideen für die Innenstädte

Alexander Blažek, Vorsitzender von Haus und Grund Schleswig-Holstein, sorgt sich auch deshalb um die Innenstädte. Er sieht die Kommunen in der Pflicht, dort neue Konzepte zu erarbeiten. Kerstin Main hat über dieses Thema auch mit ihren Studierenden gesprochen. Sie ist Professorin an der Fachhochschule Westküste und leitet den Studiengang Immobilienwirtschaft, den es in Heide seit 2016 gibt.

Entscheidend ist die Lage

Wie hat sich der Immobilienmarkt verändert? Wo gibt es noch bezahlbare Immobilien in Schleswig-Holstein? Wieviel kostet ein Quadratmeter Wohnraum durchschnittlich im Norden? Und wovon hängt der Preis ab? Über diese und weitere Aspekte haben Moderatorin Hannah Böhme und ihre Gäste in der Sendung Zur Sache diskutiert:

  • Frau Prof. Kerstin Main, Studiengangsleiterin Immobilienwirtschaft an der FH-Westküste
  • Alexander Blažek, Vorsitzender von Haus und Grund Schleswig-Holstein
  • Michael Herte, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Weitere Informationen
Ein Miniaturhaus und Geld liegen auf einer Hand. © Fotolia.com Foto: Robert Kneschke

Immobilienpreise in Schleswig-Holstein steigen und steigen

Die Corona-Pandemie hat daran nichts geändert - im Gegenteil. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 31.01.2021 | 18:05 Uhr

Podcast Bild für die Sendung "Zur Sache". ©  Roman Gorielov/fotolia Foto:  Roman Gorielov

Podcast: Zur Sache

Jeden Sonntag diskutieren Experten in der Sendung "Zur Sache" von 18 bis 20 Uhr über das Thema der Woche. Auch die Meinungen und Fragen der Hörerinnen und Hörer sind gefragt. mehr

Montage Jahresrückblick: Nachrichtenbilder aus den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in einem Filmstreifen © dpa, Fehmarnbelt Development Joint Venture Foto: Jochen Lübke, Jens Wolf, Jens Ressing

Die Themen im Überblick

Mitschnitte, Zusammenfassungen, Hintergrundberichte - alles zu den Sendungen "Zur Sache" zum Nachlesen und Nachhören. mehr

Livestream NDR 1 Welle Nord

Moin Schleswig-Holstein

06:00 - 10:00 Uhr
Live hörenTitelliste