Stand: 14.09.2020 07:00 Uhr

Zur Sache: "Fridays for Future" wird wieder lauter

von Kathrin Völckers

Lange war es wegen der Corona Pandemie still um die "Fridays for Future"- Aktivisten ("FFF"). Nun wollen sie wieder lauter werden: mit einem weltweiten Aktionstag am 25. September. Auch In Schleswig-Holstein soll es Proteste geben - bisher in Kiel, Rendsburg, Eckernförde, Schleswig, Niebüll, Lübeck, Kaltenkirchen und Elmshorn. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hatten sich die Schwedin Greta Thunberg und weitere Gleichgesinnte vor allem im Internet für ihre Ziele eingesetzt. Größere Aktionen gab es nicht.

Eine Person mit Mund und Nasenschutz hält vor sich ein Plakat auf dem steht "KLIMA KRIESE= GESUNDHEITS-KRIESE". Im Hintergrund sind weitere Menschen mit Plakaten zu sehen. © imago images / IPON Foto: imago images / IPON

AUDIO: Zur Sache: "Fridays for Future" wird wieder lauter (50 Min)

"Fridays for Future" will Klimaziele erreichen

Unter strengen Hygienemaßnahmen will die "FFF"-Bewegung nun wieder lautstark auf ihre Ziele aufmerksam machen. Es geht unter anderem um die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, das vorsieht, die menschengemachte globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu drücken. Außerdem setzt die Bewegung sich für einen schnelleren Ausstieg aus der Kohlekraft bis 2030 ein sowie für eine hundertprozentige erneuerbare Energieversorgung bis 2035 ein. Von der Politik komme da zu wenig, so der Vorwurf.

Junge Union hat auch Ideen zum Klimaschutz

In vielen Punkten decken sich die Forderungen aber zum Beispiel mit dem, was die Junge Union Schleswig-Holstein (JU) - die gemeinsame Jugendorganisation der CDU und CSU - erreichen möchte. Auch sie erkennt, dass ein Festhalten an der Kohleverstromung bis 2038 - wie von der Bundesregierung beschlossen - dafür sorgen kann, dass das Klimaziel zur globalen Erwärmung nicht erreicht werden könnte. Sie sieht Schleswig-Holstein als einen wichtigen Lieferanten von Windenergie.

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Statt mit zehntausenden Aktivistinnen und Aktivisten vor dem Bundestag zu demonstrieren, legen Mitglieder von Fridays for Future wegen der Corona-Maßnahmen stattdessen am 24. April 2020 tausende Plakate auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude ab. © NDR/Lucas Stratmann
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Unterstützung aus der Wissenschaft

Schützenhilfe bekommt "Fridays for Future" auch aus der Forschung. Rund 23.000 Wissenschaftler hatten sich bereits im vergangenen Jahr hinter die Streikenden gestellt. Und UN-Generalsekretär António Guterres forderte erst in dieser Woche gemeinsame Anstrengungen der Staatengemeinschaft gegen den Klimawandel. Die Veränderung des Klimas sei "eine viel größere Bedrohung" als die derzeitige Coronavirus-Pandemie und bedeute "eine existenzielle Gefahr für unseren Planeten und unser Leben", sagte Guterres mit Blick auf die Generaldebatte der UN-Vollversammlung, die am 21. September beginnt.

"FFF" und JU im Gespräch

Moderator Sebastian Parzanny hat im Studio mit Sophia Pott von "Fridays for Future" in Lübeck sowie Cornelia Schmachtenberg, stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union (JU), gesprochen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 13.09.2020 | 18:05 Uhr

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