Ein Thermostat an einer Heizung. © picture alliance/dpa Foto: Sven Hoppe

Zur Sache: Steigende Energiepreise und kein Ende in Sicht?

Sendedatum: 10.10.2021 18:05 Uhr

Mit dem Herbstbeginn startet auch wieder die Heizperiode. Doch weil die Preise für Gas, Strom, Heizöl und Benzin steigen, könnte das teuer werden. In Zur Sache haben wir über die Gründe und mögliche Lösungen gesprochen.

von Sebastian Parzanny

Anfang Oktober, die Temperaturen sinken, so langsam drehen die Schleswig-Holsteiner wieder die Heizungen auf. In diesem Herbst vielleicht mit dem Gefühl, dass es teuer werden könnte - leider nicht ganz unbegründet, sagt Sascha Beetz von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein: Die Versorgungsunternehmen zahlen ihm zufolge im Moment hohe Preise und geben sie an die Verbraucher weiter. Die Gründe seien vielfältig: Unter anderem laufen nach den Lockdowns viele Unternehmen wieder an, dass lässt die Nachfrage steigen. "Die Gasreserven in Deutschland sind gegenüber den letzten Jahren auf einem niedrigen Stand. Auch das ist ein Grund, weshalb die Nachfrage hierzulande steigt", sagt Sascha Beetz.

Es könnte noch teurer werden

Bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein gehen die Expertinnen und Experten davon aus, dass die Kundinnen und Kunden die Effekte erst in einigen Monaten richtig zu spüren bekommen, denn die hohen Preise am Energiegroßhandel werden erst verzögert an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben - eine Art Dominoeffekt. Die Verbraucherschützer raten dazu, einen Anbieter- oder Tarifwechsel zu prüfen, wenn es zu teuer wird. Und das gelte übrigens auch für Strom: Das Internetportal Check24 hatte bereits im Frühjahr errechnet, dass Strom in Schleswig-Holstein im deutschenlandweiten Vergleich am teuersten ist.

Ein Thermostat an einer Heizung. © picture alliance/dpa Foto: Sven Hoppe
AUDIO: Steigende Energiepreise und kein Ende in Sicht? (50 Min)

Bringt Nord Stream 2 vorerst Entspannung?

Der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Hein, geht davon aus, dass die Gaspreise wieder sinken werden, sobald die Ostseepipeline Nord Stream 2 am Netz ist. Langfristig setze Deutschland und Schleswig-Holstein aber auf erneuerbare Energie: "Das muss ja das Ziel sein, dass wir weniger abhängig werden", so der Politiker.

Welche Lösungen gibt es noch? Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun, um sofort zu sparen? Lohnt sich ein Anbieterwechsel und wann kann man überhaupt wechseln? Diese und weitere Fragen haben wir in unserer Sendung Zur Sache diskutiert.

Gäste in der Livesendung

Zu Gast bei Moderator Sebastian Parzanny waren:

  • Sascha Beetz, Referent für Energie und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein
  • Hubert Tschuschke, Experte für Beschaffung von Energie bei den Stadtwerken

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 10.10.2021 | 18:05 Uhr

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