Stand: 08.01.2018 10:30 Uhr

Holstein Kiel plant auch für die erste Liga

Die Verantwortlichen von Zweitligist Holstein Kiel planen zweigleisig. Der aktuelle Tabellenzweite des Fußball-Unterhauses will Lizenzanträge sowohl für die zweite als auch die erste Bundesliga stellen. Das kündigte Vereinspräsident Steffen Schneekloth Sonntagabend in der Sendung "Zur Sache" auf NDR 1 Welle Nord an. Während mancher Fan noch zweifelt, ob der Traditionsklub bereits dafür bereit wäre, sagte der Schneekloth: "Ein zu früh gibt es nicht. Wenn man sich sportlich qualifiziert, muss man das Risiko einer höheren Liga eingehen." Es gibt doch nichts Schöneres, als sich in der ersten Liga mit den ganz großen Vereinen zu messen und zu versuchen, seine eigenen Ziele dort auch zu erreichen, erklärte der KSV-Präsident.

Der Kader von Holstein Kiel 2017/2018

Spieler und Trainer bei anderen Klubs im Gespräch

Bis Mitte März müssen die Lizenzunterlagen bei der Deutschen Fußball-Liga eingereicht werden. Zwar ist das Holsteinstadion eigentlich zu klein für die erste Liga, doch Schneekloth ist sicher, dass es für den Fall eines Aufstiegs eine Ausnahmegenehmigung geben wird. Auch arbeite der Verein an einer besseren Parkplatzsituation.

Eine weitere "Baustelle" ist, dass der Erfolg der Kieler bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten weckt: Erste Spieler stehen auf dem Zettel von Klubs aus der Bundesliga oder England, und viele Verträge laufen zum Saisonende aus. Schwierig ist die Situation aus Sicht der Kieler unter anderem bei Torjäger Marvin Duksch. Die Leihgabe des FC St. Pauli wird laut Schneekloth aus finanziellen Gründen wohl kaum zu halten sein. Auch Trainer Markus Anfang wird seit Wochen mit kriselnden Bundesligisten in Verbindung gebracht. Die Vereinsspitze hofft aber, dass der Trainer im Norden bleibt. Anfang selbst beteiligt sich an den Spekulationen nicht und will sich stattdessen ganz auf seine Aufgaben bei der KSV konzentrieren: "Es gibt im Prinzip rund um die Uhr Arbeit." Sein Tag habe derzeit manchmal zu wenig Stunden.

Neuer Rasen für das Holsteinstadion

Heute startet die Mannschaft ins Trainingslager nach Spanien, um sich auf die Spiele der Rückrunde vorzubereiten. Derweil soll an heimischer Spielstätte mit der Verlegung eines neuen Rasens begonnen werden. Der alte war laut Schneekloth in keinem guten Zustand mehr. Beim ersten Heimspiel des Jahres am 23. Januar gegen Union Berlin sollen die Spieler dann auf dem neuen Grün auflaufen.

Steffen Schneekloth, Präsident von Holstein Kiel, ist zu Gast in der Sendung Zur Sache. © NDR Fotograf: Pavel Stoyan

Zur Sache: Wie geht es weiter mit Holstein Kiel?

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

Holstein Kiel bereitet sich im Trainingslager in Spanien auf die Rückrunde vor. Die Vereinsspitze bemüht sich derweil zu Hause, den Club aufstiegstauglich zu machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 07.01.2018 | 18:05 Uhr

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