NDR Moderator Stefan Böhnke und CDU-Politiker Johann Wadephul blicken in die Kamera. © NDR Foto: Gino Laib

CDU-Kandidat Wadephul: Allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen

Stand: 15.09.2021 21:00 Uhr

In Zur Sache Spezial treffen die Landeshauskorrespondenten von NDR 1 Welle Nord die Spitzenkandidaten der Parteien vor der Bundestagswahl. In dieser Folge: Johann Wadephul von der CDU.

Der Spitzenkandidat zur Bundestagwahl der CDU Schleswig-Holstein Johann Wadephul hat sich für eine allgemeine einjährige Dienstpflicht für junge Menschen ausgesprochen. In der Sendung Zur Sache Spezial sagte er, die von CDU und CSU im Wahlprogramm enthaltenen Vorschläge reichten nicht aus. Mit Blick auf Bundeswehr und Katastrophenschutz werde mehr Geld, aber vor allem auch mehr Personal benötigt, so Wadephul. Das Hochwasser im Sommer habe es nochmal gezeigt, wie wichtig THW, Feuerwehren oder das Rote Kreuz seien. "Die müssen gut ausgerüstet sein. Das nächste Problem kann eine Cyberattacke sein. Insgesamt müssen wir uns besser wappnen, brauchen wir mehr Personal."

Einjähriger Dienst an Allgemeinheit

Deshalb müsse die allgemeine Dienstpflicht nochmal überdacht werden, so Wadephul. Seiner Meinung nach sollten junge Männer und Frauen einen einjährigen Dienst an der Allgemeinheit absolvieren und dafür eine Gegenleistung vom Staat erhalten - wie zum Beispiel Rentenleistungen oder Ausbildungs- und Studienplätze. "Ich glaube, das Einstehen für diesen Staat, das Bereitstehen diesem Staat zu helfen, das brauchen wir", sagte Wadephul. Die Wehrpflicht auszusetzen, sei möglicherweise ein Fehler gewesen. Man müsse die Kennedy-Aussage: "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst", neu aufwerfen.

CDU-Politiker Johann Wadephul blickt in die Kamera. © NDR Foto: Gino Laib
AUDIO: Zur Sache Spezial: Johann Wadephul (CDU) (27 Min)

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 15.09.2021 | 18:05 Uhr

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