Sendedatum: 18.04.2016 21:05 Uhr Archiv

StrongmanRun in Wacken: "Dat weer so good"

Wie soll es auch anders sein? Der StrongmanRun fand zum ersten Mal in Wacken statt und das Wetter schien dies auch zu wissen. Morgens viel Regen, damit der Boden schön schlammig ist. Beim Lauf selbst war es dann trocken und sogar die Sonne ließ sich blicken - beste Bedingungen also für das Spektakel. Innerhalb einer Woche hatten auf dem Gelände des Wacken Open Air 70 Auf- und Abbauhelfer 19 Hindernisse auf die Acker gesetzt. Dafür benötigten sie unter anderem 1.500 Strohballen und 63 Schiffscontainer. Die Strecke war 20 Kilometer lang - eine enorme Herausforderung also für die insgesamt 2.622 Läufer.

Die Strecke ist mehr als "heavy"

Auch für Moni Haskamp und ihre beiden Freundinnen ging es am Sonnabend um alles. Die drei Frauen nahmen zum ersten Mal an einem StrongmanRun teil und freuten sich riesig. Vorbereitet hatten sie sich mithilfe von Youtube-Videos: Handschuhe anziehen, am Rand laufen und im Schlammbecken die Schuhe ausziehen. Das waren die wichtigsten Tipps. Mittags fiel dann der Startschuss für die Rookie-Runde, die Zehn-Kilometer-Distanz. Moni freute sich riesig und lief los. Es ging über fünf Meter hohe Strohballberge, unter elektrischem Draht durch Schlamm hindurch, über riesige Wasserrutschen, Netze, durch ein Labyrinth aus Bauzäunen (das Wackyrinth) und durch Boxsäcke. Alles nicht so einfach für eine Frau, die 1,58 Meter groß ist - aber möglich.

Schlammpackung à la StrongmanRun: Moni Haskamp mit ihrem Freundinnen vor und nach dem Rennen.

Pure Freude beim Zieleinlauf

Die erste Läuferin auf der verkürzten Zehn-Kilometer-Strecke war nach 52 Minuten im Ziel. Und auch Moni packte die Strecke. Nach insgesamt zwei Stunden und zwanzig Minuten erreichte sie unter dem Jubel der Zuschauer das Ziel. Sie war stolz und glücklich, die Finisher-Medaille in den Händen zu halten. Die Stimmung und die enorme Hilfsbereitschaft unter den Teilnehmern hatte sie begeistert. Fortsetzung im nächsten Jahr? "Op alle Fälle, also wi meld uns glieks weller an, dat weer so good". Nach dem Zieleinlauf wollte sie zuerst etwas trinken. Auf die Frage, ob sie auch ans Duschen denken würde, antwortete sie mit einem verschmitzten Lächeln: "Is dat nödig?"

Drei Teilnehmerinnen in verdreckten Trikots des StrongmenRuns in Wacken jubeln. © NDR Foto: Dana Frohbös

AUDIO: Platt leevt: StrongmanRun in Wacken (3 Min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 18.04.2016 | 21:05 Uhr

Leuchtturm Westerhever auf Eiderstedt (SH) © picture-alliance / Bildagentur Huber Foto: Bildagentur Huber/Gräfenhain

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