Stand: 27.03.2023 05:30 Uhr

Kolumne: Hör mal 'n beten to "Vaagels bekieken"

Lina Bande lächelt in die Kamera. © NDR
Lina Bande is Autorin un Reporterin för de Plattdüütschredakschonen vun'n NDR.

Lina Bande will sich einfach nur entspannen. Kann doch nicht so schwer sein.

Zwei Blaumeisen an einem Meisenknödel. © Ingo Bartussek/fotolia Foto: Ingo Bartussek
AUDIO: Vaagels bekieken (2 Min)

"Vaagels bekieken"

Endlich! Endlich hebb ik wat funnen, wat mi so richtig rünnerbringen deit. Wat mi heel un deel entspannt, de Kopp frie maakt. Un ik harr al wirklich allens utprobeert.

Yoga, mit Instrukschoonen ut't Internet. Nadem ik mi genoog Platz maakt harr för'n Fernseher, allens inricht, Döör dicht, nu man sinnig - weer ik denn meist de heele Tiet dormit to gang, natokieken, of ik mi nu richtig oder falsch verknüttet hebb. Ene Meditatschoonsapp op't Smartphone. Dor hebb ik mi blots sülvens bi ertappt, dat ik no korte Tiet woller op Instagram an't rümscrollen weer.

Bi'n Achtsamkeits-Podcast bin ik furts inslaapen, dor bin ik also to wiet rünnerbröcht worrn. Mandala malen. Stricken. Waalsang toluustern. Ik segg jo - allens dör.

De Garrn as Paradies to'n Utspannen

Un nu hebbt wi na'n Umtug een Garrn un ene lütte Börn för de Vaagels un na un na keem denn ok so Foderspenner dorto un de ersten Mesen keemen anjumpt - un nu is mien leevster Platz in't Huus een Stohl, de ik mi vör't Finster treck. Eenfach so dor to sitten, Koffie in'e Hannen, de Vaagels bekieken - hach. Dat is so schön.

Dat Drusselpoor sitt jümmers direktemang an't Foder un de Mesen, de pickt in'e Heck rüm un de lütte Rootbost sitt ünnen un sammelt eenfach allens an Foder in, wat rünnerfallen deit. Teihn Minuten blots för mi. För frien... - HE! Is dat ne KATT?! In UNS GAARN? Wo will de denn hen? Wat böögt de denn nu af Richtung Terrass? HE! Nich de Vaagels jagen! Weg mit di!

Na schiet ok. Koffie is överschwappt, Vaagels sind wech un mien Puls is woller op 180. Ik laad mi nomal de Meditatschionsapp rünner, glööv ik. Oder söök mien Mandalabook.

Zum Podcast-Angebot der plattdeutschen Sendereihe "Hör mal 'n beten to"

Die plattdeutsche Morgenplauderei "Hör mal 'n beten to" gehört seit mehr als 60 Jahren zum Alltag in Norddeutschland. Hier werden die Wunderlichkeiten des Alltags betrachtet. So klingt es, wenn wir Norddeutschen uns selbst auf die Schippe nehmen - liebevoll bis spöttisch, selten mit dem Finger in schmerzenden Wunden, aber immer an Stellen, an denen wir kitzelig sind. Im Radio: werktags um 10.40 Uhr auf NDR 1 Welle Nord, um 11.50 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen und um 13.20 Uhr auf NDR 90,3.

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Junge Frau flüstert einem Mann etwas ins Ohr. © Fotolia.com Foto: olly

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Hör mal 'n beten to | 27.03.2023 | 10:40 Uhr

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