Stand: 23.11.2022 10:40 Uhr

Kolumne: Hör mal 'n beten to "In'ne Wiehnachtsbäckeree"

Die Handpuppe Werner Momsen sitzt vor einem Mikrofon. © NDR
Werner Momsen, de Klappmuulkomiker

Für Werner Momsen und seinen Hintermann sind Dominosteine wie eine Droge. Es geht jetzt einfach nicht mehr ohne.

Weihnachtlich dekorierte Kekse auf einem Backblech. © Inga Nielsen Foto: Inga Nielsen
AUDIO: In de Wiehnachtsbäckeree (2 Min)

"In'ne Wiehnachtsbäckeree"

Dag ok, Momsen hier, de fast minschliche Popp. Hebbt ji all Kekse backt? Oder lat ji dat düt Joahr utfallen? Ik find, so wiet draff de Energiekrise denn doch nich gahn, oder? N'beten wat heimeliges bruckt man denn doch, wenn de Wahnung all nich richtig warm is. Un ohn Rituale wie Backen is Wiehnacht ok keen Wiehnacht.

Mien Achtermann is all in'n Oktober anfungen un hett dat erste Mol backt. He seggt jümmers, dat he sik argert, wenn Spekulatious un Lebkuchen all so fro in de Laden staht, aber he is ok jümmers een von de Ersten, de se sik köpen deit. Wiel se denn jo ok noch so schön frisch sünd un de Sehnsucht danah an'n gröttsten. Denn lücht richtig siene Ogen un he lutscht mit Inbrunst an de Dominosteene rüm. He zutzelt meist toerst dat Gelee rut un schont sik dat Marzipan för'n Rest. Nülichs hett he sogar mol utprobeert, ob de beter hochkannt oder quer schmeckt. He is so'n richtige Zusckerschnut un levt de Wiehnachtsbäckeree.

De vun fröher sind de besten

An levsten mach he jümmers noch de eenfachen Kekse von Muddern. Mürbedeeg mit ganz veel Budder un achterran ne önnige handvull Schokostreusel rup.

Intwischen gifft dat jo dusende von Rezepte mit Todaten, de man noch nie hört het. Dor mutt man mannigmol vör een Keks fief Sieten ut‘n Rezeptbook rutschriben. Un wenn de richtig gesund sünd, schmeckt de nich un du hest dat Geföhl, de werd jümmers mehr in'n Mund. Darüm sünd de von Muddi meist de besten. Wi heet dat jo ok so schön: "De Plätchen ut‘te Kindheit sünd as een Traan, de up de Tungen zergeiht". Goden Aftiet!

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Die plattdeutsche Morgenplauderei "Hör mal 'n beten to" gehört seit mehr als 60 Jahren zum Alltag in Norddeutschland. Hier werden die Wunderlichkeiten des Alltags betrachtet. So klingt es, wenn wir Norddeutschen uns selbst auf die Schippe nehmen - liebevoll bis spöttisch, selten mit dem Finger in schmerzenden Wunden, aber immer an Stellen, an denen wir kitzelig sind. Im Radio: werktags um 10.40 Uhr auf NDR 1 Welle Nord, um 10.40 Uhr auf NDR 90,3 und um 11.50 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen.

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Junge Frau flüstert einem Mann etwas ins Ohr. © Fotolia.com Foto: olly

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Hör mal 'n beten to | 23.11.2022 | 10:40 Uhr

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