Sendedatum: 14.03.2019 05:05 Uhr

Höheres Risiko für Verkehrsunfälle bei Senioren

Senioren tragen ein höheres Risiko, im Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden als andere Altersgruppen. Zu diesem Schluss kommt der Verkehrssicherheitsbericht 2018 der Landespolizei Schleswig-Holstein. Der Statistik nach war im Land fast jeder vierte Schwerverletzte und mindestens jeder dritte Getötete im Straßenverkehr ein älterer Mensch jenseits der 70 Jahre. Die Hälfte dieser Unfälle war außerdem durch Senioren verursacht.

Präventive Maßnahmen ergreifen

Um diesem Trend entgegenzuwirken, schlägt die Polizei in dem Bericht auch präventive Maßnahmen vor, die von Senioren ergriffen werden können, um Verkehrsunfälle zu vermeiden. So seien regelmäßige Arztbesuche geeignet, die Fahrtüchtigkeit zu kontrollieren. Außerdem sollten Senioren immer wieder ihre Augen prüfen lassen und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten beachten. Senioren, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, können zu auffälliger Kleidung greifen, um im Straßenverkehr gut sichtbar zu sein.

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Eignungsprüfung für Führerschein

In Deutschland gibt es bislang keine Altersbeschränkung für den Führerschein. Lediglich Lkw- und Busfahrer müssen alle fünf Jahre eine Eignungsprüfung für die Fahrerlaubnis ablegen. In anderen europäischen Ländern gelten solche Regelungen auch für Senioren. In Spanien beispielsweise muss der Führerschein ab dem 65. Lebensjahr des Inhabers alle fünf Jahre verlängert werden - dafür muss ein Gesundheitszeugnis inklusive Sehtest vorgelegt werden. In Italien gelten sogar noch kürzere Fristen. Ab dem 50. Lebensjahr ist die Fahrerlaubnis fünf Jahre gültig, ab dem 60. Lebensjahr nur noch drei Jahre und ab dem 80. Lebensjahr muss die Fahrtüchtigkeit alle zwei Jahre nachgewiesen werden. In Schweden, Großbritannien und Griechenland steht für Autofahrer ab dem 70. Lebensjahr alle drei Jahre eine ärztliche Überprüfung an.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Horst und Mandy am Morgen | 14.03.2019 | 05:05 Uhr

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