Stand: 24.12.2016 11:30 Uhr

Familienfrieden unterm Weihnachtsbaum

Weihnachten gilt als das Fest der Liebe - und doch endet das besinnliche Beisammensein unter dem Tannenbaum oft im Streit. Da geht es um Geschenke, die nicht gefallen, Essen, das nicht so gut schmeckt, und Konflikte im Miteinander. Die meisten Menschen feiern Weihnachten mit ihren Familien - allein das birgt schon Konfliktpotential. Denn im Kreise unserer Liebsten wollen wir gerne ganz wir selbst sein und achten mitunter nicht so sehr auf einen respektvollem Umgang.

Rhetorische Tipps für fünf Kommunikationsfallen

Natürlich ist jede Familie, jedes Weihnachtsfest und jede Problemsituation anders. Doch die richtige Rhetorik kann in vielen Fällen den Abend retten. Rhetorik-Trainer Michael Ehlers aus Preetz gibt unserem Morgenmoderator Horst Hoof Tipps, wie man mit bekannten Situationen besser umgehen kann. Wichtig dabei: Erst nachdenken, wie das, was Sie sagen wollen, beim Gegenüber ankommt und den weiteren Verlauf des Tages beeinflussen könnte.

  • Wenn das Essen nicht schmeckt

    Der Tipp: Lassen Sie das, was nicht schmeckt, einfach auf dem Teller liegen. Bei Nachfragen wählen Sie eine 'soziale Lüge'. Die sind sehr wichtig in unserer Gesellschaft. Sagen Sie einfach: "Das bekommt mir nicht. Es riecht phantastisch, aber ich vertrage es einfach nicht."

  • Wenn das Geschenk nicht gefällt

    Der Tipp: Reagieren Sie passend zum Fest - mit Liebe und Toleranz. Ihr Gegenüber hat sich schließlich Gedanken gemacht, dass das Geschenk Ihnen nicht gefällt, ist zweitrangig. Deshalb bedanken Sie sich und lenken Sie im Idealfall die Aufmerksamkeit umgehend auf etwas anderes - auf das eigene Geschenk für den anderen oder ähnliches, um in Ihrer 'Begeisterung' nicht übertreiben oder lügen zu müssen.

  • Was tun bei anstrengenden Verwandten als Tischnachbarn

    Der Tipp: Wechseln Sie ganz elegant und charmant die Seite des Tisches und suchen Sie sich einen anderen Gesprächspartner.

  • Unerwünschter Themenwechsel im Gespräch

    Der Tipp: Wenden Sie die 'Anknüpfungstechnik' an. Das heißt, sie reagieren auf ein Stichwort des Seitenthemas, kehren dann aber sofort zum Ursprungsthema zurück und bleiben dabei. Diese Technik wird auch bei Verhandlungen angewandt, wenn ein Verhandlungspartner ein Thema vermeiden möchte, dass man selbst aber ansprechen will.

  • Handys unterm Tannenbaum

    Der Tipp: Auf keinen Fall das Handy verbieten. Aber: Regeln aufstellen. Man kann zusammen Zeiten festlegen, zu denen es auch am Weihnachtsabend in Ordnung ist, wenn der Nachwuchs mit seinen Freunden telefoniert oder schreibt. Aber es gibt dann eben auch bestimmte Zeiten (Essen, Bescherung, Kaffeetrinken), zu denen das Handy tabu ist. Das gehört sich bei Tisch übrigens sowieso. Netter Vorschlag des Rhetorik-Trainers: Machen Sie ein Spiel daraus, wie beim beliebten Kneipenspiel: 'Wer zuerst aufs Handy guckt, zahlt die nächste Runde'. Abwandlung wäre zum Beispiel: Wer außerhalb der verabredeten Zeiten aufs Handy guckt, übernimmt den Abwasch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 15.12.2017 | 06:40 Uhr