Wie geht das? Spurensicherung

Die Spezialisten der Bundespolizei

Mittwoch, 17. Juni 2020, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 19. Juni 2020, 11:30 bis 12:00 Uhr

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Durch TV-Serien wie "CSI Miami", "Die Spezialisten" oder andere Krimis meint nahezu jeder, sich in Sachen Spurensicherung bei einem Verbrechen auszukennen. Alle wissen, durch einen DNA-Abgleich lassen sich Täter auch nach Jahrzehnten noch ermitteln. Und wer aus Nicht-EU-Staaten einreist, dessen Pass wird am Flughafen gescannt. Erst dann geht es weiter.

Vom Tatort ins Labor

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Unter dem Mikroskop lassen sich manipulierte Zahlen und Buchstaben erkennen.

Was aber passiert, wenn Dokumente tatsächlich suspekt sind? Dann sind sie ein Fall für die Spezialisten der Kriminaltechnik der Bundespolizei. Der Film aus der Reihe "Wie geht das?" begleitet Kriminaltechniker bei ihrer Arbeit am Tatort und im Labor, ihr großer Gegner ist die organisierte Kriminalität.

Kriminaltechnik im Hamburger Osten

Tatwerkzeuge, gefälschte Dokumente oder Tatfahrzeuge, das alles kommt in eine Polizeikaserne im Hamburger Osten. Hier untersucht Heiko Cludaß verdächtige Pässe, Personalausweise oder amtliche Bescheinigungen. Seit 2001 arbeitet der Urkundenprüfer im Kriminaltechnischen Dienst. Er erkennt, ob Zahlen verändert wurden, Wasserzeichen oder Hologramme fehlen oder Fotos ausgetauscht wurden. Eine Datenbank und Vorlagen von Ausweisdokumenten aus aller Welt helfen ihm dabei.

Fingerabdrücke - ein klassisches Beweismittel

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Ein weiteres Arbeitsfeld für die Kriminaltechniker: Die Untersuchung von Graffiti-Utensilien.

Der Film zeigt, wie er Fälschungen auf die Schliche kommt. Diese Fälle werden dann weitergeleitet nach Koblenz zur weiteren Bearbeitung und Strafverfolgung. Nur zwei Räume weiter bereitet Dirk Meyn die Untersuchung einer Sprühdose nach Fingerabdrücken vor. Diese wurde bei einer mit Graffiti verunstalteten S-Bahn sichergestellt. Ein weiteres Arbeitsfeld für die Kriminaltechniker der Bundespolizei.

Dazu zählt auch der Diebstahl ganzer Zugladungen. Dann rückt Dirk Meyn aus, um die Spuren vor Ort zu sichern und potenzielles Beweismaterial für die Untersuchung im Labor richtig einzupacken.

Geplünderte Autozüge

Das Einsatzgebiet der Spezialisten der Bundespolizei reicht bis in den Bremer Hafen. Auch dort haben sie immer wieder zu tun. Vor allem, wenn bei Zügen, die fabrikneue Autos geladen haben, daraus sämtliche Lenkräder, Airbags oder Armaturen gestohlen werden. Die Hamburger Beamten müssen dann schnell vor Ort sein. Es ist schon vorgekommen, dass Mitarbeiter der Transportfirma die lenkradlosen Autos mithilfe von Schraubenschlüsseln oder Ersatzlenkrädern vom Autozug rangieren und so wichtige Spuren verwischen.

Schutzkleidung ist Pflicht

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Erst nach Anlegen der Schutzkleidung sind die Spezialisten bereit zur Spurensuche.

Vor Ort heißt es erst einmal den weißen Schutzanzug anlegen, Überzieher über die Schuhe und zum Schluss die Gummihandschuhe. "Wenn ich die angezogen habe, darf ich nichts anderes mehr anfassen. Selbst wenn ich mir noch einmal die Brille zurechtrücke, sind die Handschuhe kontaminiert. Eine Untersuchung ist dann schnell verfälscht", erklärt der Kriminaltechniker.

Zurück im Labor werden die Dinge, die mit dem Verbrechen zu tun haben könnten, auf Spuren untersucht. Dafür stehen den Kriminaltechnikern verschiedene Verfahren zur Verfügung. Fingerabdrücke werden in der Datenbank abgeglichen. Auch gut 100 Jahre nach seiner Einführung ist der gute alte Fingerabdruck noch aktuell.

Redaktion
Birgit Schanzen
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Björn Platz