Wie geht das? Sicherheit in jeder Lebenslage - Der TÜV-Nord

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 26. Oktober 2018, 11:30 bis 12:00 Uhr

Ralf Groppler vom TÜV Nord kennt die Schwachstellen jedes Automodells. © NDR/Cinecentrum/Vivien Pieper, honorarfrei

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Spricht man vom TÜV, dann denken die meisten Deutschen zuerst an ihr Auto. Der TÜV-Prüfer ist für sie derjenige, der schaut, ob die Bremsen funktionieren, der Unterboden nicht rostet und die Abgaswerte stimmen. Alle zwei Jahre werden bei der Hauptuntersuchung mehr als 150 Prüfpunkte innerhalb von 30 Minuten abgehakt, damit Verkehrssicherheit und Umweltschutz eines Fahrzeugs gewährleistet sind. Auch wenn der TÜV heute kein Monopol mehr auf diese Kontrollen hat: Der Volksmund spricht weiterhin von der "TÜV-Plakette" für sein Auto.

Überall dort, wo Sicherheit gewährleistet werden muss

Was die wenigsten Menschen wissen: Allein der TÜV NORD hat 10.000 Mitarbeiter, die sich um mehr als nur Autos kümmern. Überall, wo Sicherheit gewährleistet werden muss, sind die TÜV-Prüfer am Werk, sowohl in Hamburg als auch in anderen Städten auf der ganzen Welt.

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Ralf Groppler vom TÜV Nord kennt die Schwachstellen jedes Automodells.

Die Geschichte des Technischen Überwachungs-Vereins ist lang. Industrielle gründeten Mitte des 19. Jahrhunderts Dampfkessel-Überwachungs-Vereine, um den Umgang mit Maschinen sicherer zu machen und dadurch Menschenleben zu retten. Diese Vereine waren so erfolgreich, dass sie ihren Einsatz auf immer weitere Bereiche der Technik ausgeweitet haben. 1938 vereinigten sich die einzelnen Gruppen zu 14 Überwachungsvereinen, die seither als TÜV bezeichnet werden. Der TÜV Nord ist ein marktwirtschaftliches Unternehmen mit Milliardenumsätzen.

Einen gefahrlosen Alltag garantieren

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Die Liste der Regeln und Bestimmungen sind lang, alles wird genau kontrolliert, selbst die Fallhöhe vor der Rutsche.

Wie geht das? zeigt, welche unterschiedlichen Aufgaben der Technische Überwachungs-Verein wahrnimmt. Das Filmteam begleitet TÜV-Prüfer an markante Orte in Hamburg, ist dabei, wenn sie auf dem DOM kontrollieren, ob alle Schrauben des Riesenrades halten, die Bügel der Achterbahn richtig schließen und die Trittstufen am Kinderkarussell die richtige Höhe haben. Auf dem Spielplatz untersuchen die TÜV-Mitarbeiter, ob das Holz der Geräte stabil ist, der Sand die richtige Korngröße hat und die Büsche am Rand nicht giftig sind.

Die Liste der Sicherheitsvorschriften und Normen ist lang, doch nur so kann der TÜV den Menschen in Hamburg ein gefahrloses Toben und einen sorgenfreien Alltag garantieren. Fahrstühle, Fabriken, Fähren oder Brücken, alles wird vom TÜV kontrolliert.

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Michael Krah ist Leiter der Abteilung Fliegende Bauten beim TÜV Nord. Die Taschenlampe ist für ihn ein wichtiges Werkzeug.

Seine Prüfer sind sogar dort im Einsatz, wo auf den ersten Blick keine Gefahr lauert. An Schulen, in Behörden und bei Privatleuten nehmen sie Proben von Fliesenklebern und Dämmstoffen, analysieren sie im eigenen Labor und sehen, ob sich Asbest im Gebäude verbirgt. Außerdem untersuchen sie die Luft auf Sauberkeit und kontrollieren den Lärm, dem die Menschen tagtäglich ausgesetzt sind, weil er genau wie Strahlung oder Abgase krank machen kann.

Redaktion
Birgit Schanzen
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Vivien Pieper