Wie geht das? Bauen unter Strom - Die Nordsüd-Trasse

Mittwoch, 11. Dezember 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 13. Dezember 2019, 11:30 bis 12:00 Uhr

Strommasten sind extrem unbeliebt, niemand will sie in ihrer Nachbarschaft wissen. Doch neue Hoch- und Höchstspannungsleitungen sind für die Energiewende unverzichtbar. Abseits der Kontroverse über die Trassenführung, sind diese gigantischen Masten spannende Bauwerke.

Montage in schwindelerregender Höhe

Hochseilakt in 70 Meter Höhe. © NDR/TOB Filmproduktion
Hochseilakt in 70 Meter Höhe: Bei den nervenstarken Männern vom Baulos 1 muss jeder Handgriff sitzen.

Arbeiter, die sie in schwindelerregenden 70 bis 90 Meter Höhe montieren, werden bestaunt und für ihre scheinbare Furchtlosigkeit bewundert. Teilweise ist es ein echter Hochseilakt, den die Männer vom Baulos 1 dort am Himmel vorführen. Einer von ihnen ist Bauleiter Mario Schlimm. Er hat den Freileitungsbau von der Pike auf gelernt und kennt jeden Handgriff, der an so einem Strommast gemacht werden muss. Jeder Arbeitstag bringt neue Herausforderungen mit sich: ob ein Hubschrauber die Vorseile über die A 7 von Mast zu Mast bugsiert oder man mit einer Miniatur-Gondel direkt an der 380-kV-Stromleitung baumelt.

Mehr als 350 Strommasten in Schleswig-Holstein

Ein Job mit extrem guten Aussichten! © NDR/TOB Filmproduktion
Der Freileitungsbau ist ein Job mit extrem guten Aussichten.

Gebaut wird hier die sogenannte 'Mittelachse', die den Strom aus dem windreichen Norden, in den energiehungrigen Süden transportieren soll: eine Art 380.000 Volt Strom-Highway der Superlative. Allein in Schleswig-Holstein werden dafür über 150 Kilometer Freileitung mit über 350 Strommasten neu gebaut. Bauleiter Mario Schlimm zeigt uns mit sehr viel Herzblut, was alles dahintersteckt.

Redaktion
Christian Pipke
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Tim Boehme
Leitung der Sendung
Norbert Lorentzen