Weltbilder

Dienstag, 18. Februar 2020, 23:45 bis 00:15 Uhr
Donnerstag, 20. Februar 2020, 01:30 bis 02:00 Uhr

USA: Überwintern im warmen Arizona

Das abgelegene Städtchen Quarzsite in der Wüste von Arizona hat im Sommer extreme Hitze - bis zu 48 Grad Celsius - und gerade mal 3.700 Einwohner. Doch in den milden Wintermonaten von Oktober bis März stoppen bis zu zwei Millionen Menschen ihren Camper vorübergehend in Quartzsite oder der weiten Wüste rundum. Seit etwa 20 Jahren reisen die sogenannten Snowbirds an: Vorwiegend mobile Rentner, die Quartzsite laut Bürgermeister Simpson im Winter zur Stadt mit dem höchsten Altersdurchschnitt Amerikas machen. Neben den Senioren-Campingplätzen lockt viel öffentliches Wüstenland. Hier überwintern kostenfrei viele weitere moderne Nomaden wie etwa die Skooliepaloozas - Aussteiger, die in umgebauten Schulbussen leben.
Autorin: Verena Bünten

VIDEO: USA: Überwintern im warmen Arizona (5 Min)

Großbritannien: Sturm "Dennis" und die Folgen

Überschwemmungen, gestrichene Flüge und die Rettungsmannschaften im Dauereinsatz: Sturm "Dennis" hält die Menschen in Großbritannien weiter in Atem. Das britische Rote Kreuz mahnte, die Bevölkerung solle sich weiter "auf das Schlimmste" gefasst machen. Bereits am Wochenende hatte "Dennis" Rekorde gebrochen. In England riefen die Behörden etwa 600 Hochwasserwarnungen aus. Nie zuvor wurden der Umweltagentur zufolge an einem einzigen Tag in dem britischen Landesteil so viele Warnungen veröffentlicht.
Autor: Philipp Abresch

Mexiko: Als Pflegerin nach Deutschland

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Die Kukulcán-Pyramide in der Ruienenstätte Chichén Itzá © picture alliance/Bildagentur-online Foto: Bildagentur-online/Schoening

Quiz: Was wissen Sie über Mexiko?

Sie kennen sich aus mit Mexiko? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz! Mit etwas Glück gewinnen Sie Souvenirs unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten. Quiz

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat das Jahr 2020 zum Jahr der Pflege ausgerufen. In Deutschland beispielsweise herrscht Pflegenotstand. Hilfe soll auch aus dem Ausland kommen, sagt Bundesgesundheitsminister Spahn. Die Mexikanerin Itamar Rojas will ihre Heimat verlassen. Die 40-Jährige wird ab Mai im Saarland als Pflegerin arbeiten. In Mexiko hat sie den Beruf der Krankenschwester studiert. Ihre drei Kinder wird sie zunächst bei ihrer Mutter zurücklassen. Emotional für sie eine große Herausforderung. In Vorbereitungskursen lernt Itamar, wie wichtig in Deutschland Pünktlichkeit und Direktheit sind. Eine andere Mexikanerin, Azucena Solis, 30 Jahre, ist an Pünktlichkeit bereits gewöhnt. Sie arbeitet seit einem Jahr in Deutschland als Pflegekraft. Im hessischen Elz kümmert sie sich in einem Pflegeheim um Senioren. Täglich telefoniert sie mit ihrem Ehemann in der Heimat, der dort als Architekt arbeitet. Azucena geht es sehr gut hier, sie komme hier klar, erzählt sie. Am meisten vermisst sie das mexikanische Essen und das gute Wetter. Aber apropos Pünktlichkeit: Als sie kürzlich in Mexiko zu Besuch war, war sie bei einem Treffen mit ihren Freundinnen die Pünktlichste.
Autoren: Xenia Böttcher/Philipp Wundersee

China: Uiguren weggesperrt in Lagern

Etwa eine Million Menschen sind im Nordwesten Chinas gegen ihren Willen in Lager eingesperrt. NDR, WDR, Deutscher Welle und "Süddeutscher Zeitung" liegt ein internes Dokument vor, das erstmals belegt, wie willkürlich die Kriterien bei der Internierung von Minderheiten sind. Eine Liste aus dem Inneren des chinesischen Verwaltungsapparats zeigt, dass Muslime in China für alltägliches Verhalten in ihrem privaten Lebensbereich abgestraft werden. Reportern von NDR, WDR, DW und SZ wurde das Dokument zugespielt. Die Liste belegt, für welche augenscheinlichen Nichtigkeiten Menschen interniert werden, zum Teil jahrelang. Beispielsweise, weil sie Kopftücher oder Bärte trugen, Pilgerfahrten oder Reisen ins Ausland unternommen haben. Auch der Besitz religiöser Bücher wird als Grund für eine Inhaftierung aufgezählt.
Autoren: Christine Adelhardt, Philipp Eckstein, Stella Peters, Jan Lukas Strozyk und Benedikt Strunz

Finnland: Unterrichtsfach Fake-News

Für finnische Schülerinnen und Schüler gibt es ein besonderes Unterrichtsfach: Sie lernen in der Schule, woran sie Fake News im Internet erkennen. "Wir bringen den Schülern bei, dass sie, bevor sie irgendetwas teilen oder liken, sich fragen: Wer hat das geschrieben und gibt es die Informationen auch von einer zweiten unabhängigen Quelle?", erklärt Kari Kivinen, Direktor der französisch-finnischen Schule Helsinkis. Mittlerweile sind seine Unterrichtskonzepte und die von anderen Pädagogen so gefragt und so erfolgreich, dass andere Länder nun von den Finnen lernen wollen.
Autor: Tilman Bünz

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