Weltbilder

Dienstag, 03. September 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 05. September 2019, 02:00 bis 02:45 Uhr

Moderator Constantin Schreiber, im Hintergrund ein Bild von einer Demonstration.

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USA: Wirbelsturm "Dorian"

So einen Wirbelsturm haben die Bewohner von Bahamas noch nicht erlebt. "Dorian" ist mit einer zerstörerischen Wucht über die Inselgruppe weggezogen, mit Windgeschwindigkeiten von 295 Kilometern pro Stunde. Die Behörden berichten von abgedeckten Häusern, herumfliegenden Autos und niedergefegten Strommasten. Die bis zu sieben Meter hohen Wellen überfluteten ganze Dörfer der Urlaubsregion. US-Präsident Donald Trump nennt den Wirbelsturm ein "Monster", das sich nun Richtung US-Festland bewegt. Die Menschen an der Ostküste der USA bereiten sich nun auf die Katastrophe vor, wenn der Sturm erneut auf Land trifft. Und hoffen noch, dass er bis dahin über dem Wasser seine Wucht verliert.
Autorin: Claudia Buckenmaier

Spanien: Rettung des Senioren-Dorfes Pescueza

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Quiz

Quiz: Was wissen Sie über Spanien?

Fragen rund um Spanien sind für Sie kein Problem? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz! Mit etwas Glück gewinnen Sie Überraschungs-Souvenirs unserer Korrespondenten. Quiz

Es gibt Tausende Geisterdörfer in Spanien - die Bevölkerung überaltert seit Jahren. Der Hauptgrund: Jungen Leuten fehlt die wirtschaftliche Perspektive für eine eigene Familie und Senioren können nur schlecht in der Provinz gepflegt werden. In Pescueza in der westspanischen Region Extremadura hat man sich ein neues Konzept überlegt: Damit das überalterte Dorf nicht ausstirbt, ist es komplett auf Senioren ausgelegt. Davon sollen auch die Jungen profitieren, denn über Pflege und medizinische Versorgung der Bewohner entstehen viele Jobs.
Autorin: Natalia Bachmayer

Indonesien: Riesenechsen und Touristen

Die Einheimischen nennen sie Drachen: Die Komodo-Warane sehen aus wie Kreaturen aus längst vergangenen Zeiten. Sie sind gefährlich, ein Biss dieser Riesenechsen kann tödlich sein. Nervenkitzel ist vorprogrammiert, wenn die Touristen hautnah miterleben, wie die Warane miteinander kämpfen. Und es kommen immer mehr Touristen. Für Ranger David Hau stellt sich längst die Frage: Wen schütze ich? Die Warane vor den Touristen oder die Touristen vor den Waranen? Die Inseln im Komodo-Nationalpark ziehen nicht nur wegen der Echsen Kreuzfahrt-Urlauber und Weltreisende an: Die Strände und auch die Unterwasserwelt sind herausragend schön. Um das alles zu erhalten, plant der Gouverneur im kommenden Jahr einige Inseln komplett für Besucher zu schließen. Mittlerweile aber leben 80 Prozent der Inselbewohner in irgendeiner Form vom Tourismus und sie sorgen sich vor dem Wegfall der Einnahmequellen.
Autorin: Sandra Ratzow

Hongkong: Streiks und Massen-Demonstrationen

Schüler halten sich an den Händen, einige tragen Gasmasken. Es ist ein friedlicher Protest, die Schüler sorgen sich um ihre Zukunft, um ihre bürgerlichen Freiheiten und bilden lange Menschenketten vor den Schulgebäuden. Auch an den Universitäten wird gestreikt, an Unterricht ist nicht zu denken. Zwei Wochen wollen die Studenten den Betrieb lahmlegen. Der Flughafen ist seit dem Wochenende belagert. Wie geht es weiter? Die Protest-Aktionen reißen nicht ab. In Hongkong gehen die Menschen seit drei Monaten immer wieder auf die Straßen und fordern den Erhalt der Demokratie. Die Sorge ist groß vor der wachsenden Einflussnahme Pekings.
Autor: Daniel Satra

Kenia: Kein Strom im Schatten des Windparks

In Kenias Halbwüste am Turkanasee wurde der angeblich effizienteste Windpark der Welt in Betrieb genommen. Er soll 20 Prozent des Stromhungers des Landes bei vergleichsweise geringen Kosten decken. Strom im Überfluss für die Region, so war die Hoffnung der Fischer vom Turkanasee. Doch diese Erwartungen wurden bis heute nicht erfüllt. Noch immer müssen sie den Stromgenerator anwerfen. Es klingt unglaublich, aber die Nomaden, auf deren Land die Windkraftanlagen gebaut wurden, haben weder Geld erhalten, noch sind sie ans Stromnetz angeschlossen worden.
Autor: Arnim Stauth

Bolivien: Was machen Zebras im Straßenverkehr?

La Paz, auf 3.700 Metern Höhe, ist es laut, stickig und vom Verkehr chronisch verstopft. Und mittendrin eine Gang "Zebras". Warum in aller Welt springen hier Zebras herum? Sie helfen dort, wo es hakt. Stoppen Fahrer, wenn die Ampel auf Rot schaltet, oder knöpfen sich notorische Drängler vor. Und das alles für ein fußgängerfreundliches La Paz. "Jeder Einwohner von La Paz muss sich wie ein kultivierter Bürger verhalten. Das sind unsere guten Werte. Wenn sich jeder anständig verhielte, stellt euch vor, wie toll diese Stadt wäre", sagt Daniel Osorio, Straßen-"Zebra". Die "Zebras" sind Jugendliche, die sich so ein erstes kleines Gehalt verdienen. Einzige Bedingung: Sie müssen nebenbei auch studieren. Die meisten von ihnen sind Waisenkinder, erklärt die Projektleiterin. "Wir wollen den Waisen helfen, damit sie den Sprung ins Berufsleben schaffen. Mit ihrem Lohn können sie ihr Studium finanzieren und ihre sonstigen Ausgaben", erklärt Veronica Puerta vom Amt für Erziehung der Stadtverwaltung.
Autor: Matthias Ebert

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