Weltbilder

Dienstag, 26. März 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 28. März 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

Weltbilder vom 26.03.2019 mit Constantin Schreiber.

4 bei 2 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Indien: Dalai Lama glaubt an freies Tibet

Dharamsala ist ein kleiner Ort im Norden Indiens, viele Tempel, enge Gassen, überfüllt von Touristen aus aller Welt. Hier residiert der Dalai Lama. Vor genau 60 Jahren flüchtete das religiöse Oberhaupt der Tibeter vor den chinesischen Besatzern hierher und seitdem ist hier auch der Sitz der tibetischen Exilregierung. Little Lhasa wird der Ort Dharamsala genannt, weil hier so viele Exil-Tibeter leben. Im Interview mit Weltbilder-Korrespondentin Sybille Licht spricht der Dalai Lama von der friedlichen Rückkehr nach Tibet: Eine Rückkehr sei möglich, aber unter der Bedingung, dass China weitreichende Autonomie gewähre. Der Schlüssel zum Erhalt der tibetischen Kultur sei derweil die Bildung. Und so werden im tibetischen Schulzentrum schon die Jüngsten in den tibetischen Traditionen unterrichtet: Yoga und Meditation. Die etwas Älteren erlernen die tibetische Philosophie und Debattenkultur.
Autorin: Sibylle Licht

Türkei: Kampf gegen Kinderehen

Ein Hochzeitsfotograf in der Türkei weigert sich, ein Paar abzulichten. Der Grund: Die Braut ist offensichtlich minderjährig. Dieser Fall sorgte im vergangenen Jahr in der Türkei für viele Schlagzeilen. Der Fotograf wurde zum Idol der türkischen Frauenbewegung. Doch bis heute sind Kinderehen ein Problem in der Türkei. Offiziell sind sie zwar verboten, aber Mädchen, die mit 14 oder 15 Jahren verheiratet werden sind keine Seltenheit. Dagegen kämpft die Frauenorganisation YAKA-KOOP im Südosten des Landes mit einigem Erfolg.
Autorin: Katharina Willinger

USA: New Yorks obdachlose Kinder

105.000 Kinder, so die offizielle Statistik, sind in New York obdachlos. Und die Zahl der obdachlosen Familien steigt weiter, denn wer einmal aus einer bezahlbaren Wohnung geflogen ist, hat kaum mehr eine Chance eine neue zu finden. Und so beginnt eine jahrelange Odyssee durch die Notunterkünfte. Selten sind die Notquartiere in dem Viertel, in dem die Kinder zur Schule gehen. Stefanie Dodt hat drei Kinder auf ihrem Schulweg begleitet, einmal quer New York, drei Stunden jeden Tag.
Autorin: Stefanie Dodt

Irak: Jesidinnen boxen sich zurück ins Leben

18 junge Jesidinnen boxen sich in dem Flüchtlingscamp Rwanga bei Dohuk regelmäßig die Wut und die Ohnmacht aus dem Körper. 2014 waren sie vom sogenannten Islamischen Staat im Norden Iraks überfallen worden. Die britische Hilfsorganisation Lotus Flowers organisiert das Boxtraining, das immer mehr Zuspruch bei jungen Frauen findet. Der IS steht in diesen Tagen als Möchtegernstaat in Syrien kurz vor dem Kollaps. Doch die vielen Traumata, die die Terrororganisation hinterlassen hat, bestehen weiter. Die jungen Boxerinnen konnten damals fliehen. Andere Frauen dagegen wurden vom IS sexuell versklavt. Nach wie vor gelten zahlreiche Frauen als vermisst. Doch je mehr Einfluss und Territorium der IS verlor, desto mehr Jesidinnen konnten der Gefangenschaft entfliehen.
Autor: Alexander Stenzel

Frankreich: Bedrohlicher Antisemitismus

Mehr als 500 antisemitische Übergriffe hat die französische Polizei im vergangenen Jahr verzeichnet. Häufig sind die Täter junge Muslime. Sie wollen sich damit für die Siedlungspolitik in den von Israel besetzen Gebieten rächen. Französische Juden denken ans Auswandern.
Autorin: Susanna Dörhage

Redaktion
Christiane Justus
Redaktionsleiter/in
Clas Oliver Richter
Produktionsleiter/in
Tobias Jahn
Moderation
Constantin Schreiber
NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/weltbilder/Weltbilder,sendung883294.html