Weltbilder

Dienstag, 27. April 2021, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 29. April 2021, 01:50 bis 02:45 Uhr

Serbien: Impftourismus

Autor: Christian Limpert / ARD-Studio Wien

Vor dem Impfzentrum im Belgrad ist die Schlange lang. Viele Menschen, die sich hier impfen lassen, haben keinen serbischen Pass. Die Impfwilligen sind häufig aus den Nachbarstaaten angereist, aber auch aus Deutschland und anderen EU-Staaten. Die Serben selbst sind "impfmüde", 30 Prozent haben sich bereits impfen lassen, seitdem läuft es schleppend. Jetzt hat das Land Impfstoff übrig und verteilt ihn kostenlos. Die "Weltbilder" machen den Selbstversuch, fahren zum Impfen nach Serbien und wollen herausfinden: Handelt Serbien aus reiner Menschenfreundlichkeit oder will es sein politisches Image aufpolieren?

Indien: Impfstoff für die ganze Welt

Autorin: Sibylle Licht / ARD-Studio Neu Delhi

"Wenn die Konzerne damals im April oder Mai 2020 ihr Wissen geteilt hätten, wären wir jetzt Monate weiter, stattdessen haben wir zu wenig Impfstoff", das sagt Brook K. Baker, Berater der WHO. Und tatsächlich kommen schon jetzt die meisten Arzneimittel, zum Beispiel Antibiotika, aus Fabriken auf dem Subkontinent. Und selbstbewusst sind die Hersteller dort, sie haben das Know-how, auch die neuen mRNA-Impfstoffe herzustellen. Was es braucht, sind Lizenzierung und Wissenstransfer, was aber nur langsam anläuft. Und damit eine vertane Chance, die Welt schneller mit den Corona-Vakzinen zu versorgen.

Brasilien: mit virtueller Währung gegen die Pandemie

Autor: Matthias Ebert / ARD-Studio Rio de Janeiro

Pandemie-Sorgen haben die Menschen an dieser Atlantikküste kaum. In Maricá, einer 160.000- Einwohner-Stadt, klagt fast niemand über die wirtschaftliche Lage. Nicht einmal in einem der Armenviertel. Hier muss Leia Oliveira ihre beiden Enkelinnen ernähren. Der 65-Jährigen gelingt das dank der digitalen Lokalwährung Mumbuca, in der sie ihre Sozialhilfe ausgezahlt bekommt. "Die Finanzhilfen in unserer Mumbuca-Währung sind klasse. Es gibt sie schon lange. Aber jetzt in der Pandemie wurde diese Sozialhilfe erhöht auf umgerechnet 50 Euro pro Person. Das hilft!"

Texas: Öl vs. Wind

Autorin: Verena Bünten / ARD-Studio Washington

Im Örtchen Sweetwater in Texas züchten die Rancher Rinder und die Ölfirmen fördern Rohöl. So ist es seit Jahrzehnten. Doch jetzt bauen die ersten Rancher Windräder auf ihren Weiden, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Für die Öllobby ist das Verrat! US-Präsident Biden will in ein paar Tagen die Rahmenbedingungen seiner Energiepolitik vorstellen, er setzt auf erneuerbare Energien, nicht mehr nur auf fossile Brennstoffe.

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