Sendedatum: 16.07.2018 19:30 Uhr

Dorfgeschichte: Osterstedt

von Thilo Buchholz

Die Gemeinde Osterstedt hat eine eigene Bahnstation. Jede Stunde fahren hier Züge nach Neumünster und Heide. Die Anbindung ist für viele, die hier leben und kein Auto haben, wichtig. Mit der Bahn kommen sie in die nächst größeren Städte Rendsburg, Itzehoe oder Neumünster.

Skulptur die drei Personen zeigt

Dorfgeschichte aus Osterstedt

Schleswig-Holstein Magazin -

640 Menschen leben in Osterstedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Den Dorfmittelpunkt bildet der Skulpturenpark. Den hat der Maler und Bildhauer Bendix Passig geschaffen.

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Östlich oder adelig?

Das Dorf besteht aus zwei Ortsteilen: Alsen und Osterstedt mit etwa 640 Einwohnern. Die beiden Ortsteile sind durch die Osterstedter Au getrennt. Der Ort hat ein kleines Gewerbegebiet, vier Baumschulen und vier Milchviehbetriebe. Die Historiker sind sich nicht einig, wie genau der Name "Osterstedt" entstanden ist. Einerseits ist übermittelt, dass "Ostede", wie der Ort damals genannt wurde, die "östliche Stadt" bedeutet. Zum anderen könnte der Name auch von dem adligen Geschlecht - von Ostedt - abgeleitet sein, das hier sesshaft gewesen sein soll.

Skulpturenpark im Dorfzentrum

Der Dorfteich im Zentrum ist umgeben von Skulpturen. Es sind Arbeiten des Künstlers Bendix Passig. Er ist hier geboren und gestorben. Der Maler und Bildhauer lebte von 1864 bis 1957.

Bendix Passig - Bildhauer und Maler


Bendix Passig war nach seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf selbstständiger Künstler. Später eröffnete er in Berlin ein Atelier. Seine Hauptthemen waren Landschaften, Tierdarstellungen und Blumenstillleben. Er widmete sich auch der Porträtmalerei. Mit 35 Jahren unternahm Passig eine Reise in die Schweiz und nach Italien, um seine künstlerischen Vorstellungen zu vertiefen. Danach kehrte der Künstler nach Osterstedt zurück. Obwohl er sich auch stark mit der Astronomie und der Pflege und Aufzucht von Pferden beschäftigte, war die Malerei sein Steckenpferd.

Bendix Passigs künstlerisches und zeichnerisches Schaffen war eng verbunden mit Osterstedt und mit Schleswig-Holstein. Um die Skulpturen von Passig und das Denkmal kümmern sich ehrenamtlich einige Anwohner. Dadurch wirkt der Bereich wie eine gepflegte und schöne Parkanlage.

Neue Flutlichtanlage für Sportplatz

Die alten Flutlichter am Sportplatz des FC Osterstedt machen es nicht mehr, laut Bestimmungen des Kreissportverbandes. Fast 40 Jahre lang haben sie das Fußballfeld beleuchtet. Jetzt müssen neue Birnen mit neuer Technik und neuen Masten her, sechs sind es an der Zahl. 20.000 Euro kostet die Baumaßnahme. Viel Geld für einen Verein mit 270 Mitgliedern. Auf Sportveranstaltungen haben sie gesammelt, außerdem haben sie mit Wurst- oder Kuchenverkauf Geld eingenommen. Viele ehrenamtliche Helfer haben mitgeholfen, den Betrag zusammenzubekommen, erzählen die Vereinsmitglieder. Sie haben es geschafft: Von jetzt an strahlt die neue Anlage mit einer Leistung von 380 Volt und damit viel heller.

Unsere Dorfgeschichte aus Osterstedt

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 16.07.2018 | 19:30 Uhr