Schleswig-Holstein Magazin

u.a. Streit um Ferienwohnungen in Lübeck

Dienstag, 02. Juli 2019, 19:30 bis 20:00 Uhr
Mittwoch, 03. Juli 2019, 10:00 bis 10:30 Uhr

Er hat 14 Jahre warten müssen, bis die Stadt Lübeck in "seiner Sache" tätig wurde. 2005 hatte Helmut Kaup die Verwaltung erstmals gebeten, in den historischen Gängen der Altstadt das Baurecht zu überprüfen. Er ist dagegen, dass dort Ferienwohnungen vermietet werden. Kaup will erreichen, dass es im Lödingshof - wo er in einem Ganghaus wohnt - eine gewachsene Nachbarschaft mit sozialen Kontakten gibt, statt lautem Hin und Her von Feriengästen. Fünf Jahre lang hat die Stadtverwaltung ihn immer wieder vertröstet. Vor kurzem hat die Stadt Lübeck nun Nutzungsuntersagungsverfügungen an die Vermieter von Ferienwohnungen in den Ganghäusern verschickt. Am 1. Oktober soll endgültig Schluss sein mit der Vermietung an Touristen. Aber die Eigentümer pochen auf Bestandsschutz. Ein erstes juristisches Verfahren steht bevor. Und bis ein Gericht entscheidet, ob vermietet werden darf oder nicht, wollen die Besitzer weitermachen. Für Helmut Kaup wäre das ein Rückschlag, denn bis zu einer Entscheidung können noch mehrere Jahre vergehen.

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Wo sind die Köche?

Ferienbeginn, das Wetter könnte kaum besser sein. Die Touristen strömen ins Land. Sie wollen am Strand liegen, baden, Rad fahren, den Urlaub genießen. Und sie wollen schlafen, essen, trinken. Aber wer kocht ihnen das Essen, serviert die Getränke und macht die Zimmer sauber? An allen Ecken und Enden fehlt Servicepersonal. Köche sind Mangelware, Kellner ebenso. Viele Betriebe funktionieren nur, weil die ganze Familie mitarbeitet. Stößt die Boom-Branche Tourismus an ihre Grenzen?

Wenn der Wohnraum fehlt: Neue Idee wird in Eutin umgesetzt

Bezahlbarer Wohnraum: Dieses Problem wird bereits auf höchster politischer Ebene bei uns im Land debattiert. Besonders in den Großstädten wie Flensburg, Lübeck und Kiel wird versucht, den Mangel an Wohnungen zu beheben. Aber auch in kleineren Städten steigen die Immobilienpreise und Mieten, beispielsweise müssen in Eutin (Kreis Ostholstein) im Vergleich zu 2014 20 Prozent mehr für Mieten ausgegeben werden. Außerdem wird der Wohnraum, gerade für kleinere Wohneinheiten immer knapper. Nach Schätzungen des Kreises Ostholstein werden bis 2030 etwa 6.500 neue Wohneinheiten gebraucht. Nun haben in Eutin 15 Menschen ihre eigene Lösung gefunden, mit der Wohnungsnot umzugehen. Sie machen aus einem ehemaligen Hotel mitten in der Innenstadt ein Wohnprojekt.

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Mietraum-Mangel: Sind Wohnprojekte die Lösung?

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Angefangen hat Christopher Scheffelmeier als Radiotechniker, jetzt ist er beim Schleswig-Holstein Magazin. An seinen ersten Besuch im Herbst 1989 erinnert er sich noch heute gerne. mehr

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