Schleswig-Holstein 18:00

Mittwoch, 28. August 2019, 18:00 bis 18:15 Uhr

Volkskrankheit Burnout. Versagensängste, Überarbeitung, Erschöpfung - und letztlich das Gefühl vollkommen ausgebrannt zu sein: So fühlt sich ein Burn-Out an. Mediziner verknüpfen diesen Zustand eng mit Depressionen. Menschen, die unter hohem Druck stehen, sind dabei besonders gefährdet. Wie behandelt man eine Krankheit, die sich so individuell zeigt, wie die einzelnen Erkrankten?

Das Burnout-Syndrom

Burnout bedeutet soviel wie "ausgebrannt sein". Ein Burnout-Syndrom bekommen meist Menschen, die über lange Zeit an ihrer Leistungsgrenze arbeiten, sich in ihrem Beruf überengagieren und extrem hohe Erwartungen an sich selbst stellen. Gerade weil Burnout vor allem ehrgeizige Mitarbeiter trifft, ist deren schleichendes Abgleiten in den Burnout oft nicht erkennbar. Ausgangspunkt ist oft Überengagement im Beruf, der zum Lebensinhalt wird. Der Betroffene verleugnet seine Bedürfnisse.

Anzeichen sind häufige Flüchtigkeitsfehler, völlige Erschöpfung, chronische Müdigkeit, Energiemangel und Konzentrationsstörungen. Oft folgt ein reduziertes Engagement, einige Betroffene machen Schuldzuweisungen und werden aggressiv. Es kann aber auch zu Depressionen und Angststörungen kommen. Die Suchtgefahr steigt. Wer einem Burnout-Syndrom vorbeugen will, sollte sein Privatleben stärker pflegen, Konfliktstrategien erlernen, häufiger Kompromisse durchsetzen und sich gegen Überforderung im Beruf wehren.

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Eva Diederich  Foto: Berit Ladewig

Eva Diederich

Eva Diederich moderiert die Sendung Schleswig-Holstein 18:00 und berichtet als Reporterin für den NDR. In ihrer Freizeit schlägt ihr Herz für Musik, Sport und Motorradfahren. mehr

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