Nordseereport

Vom Meer geformt

Sonntag, 04. August 2019, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 05. August 2019, 01:45 bis 02:30 Uhr

Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr steht auf einer Wanderdüne über dem Meer. © NDR

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Sie sind das Ergebnis der Beständigkeit von Wind und Wellen - die Ostfriesischen Inseln: die Nordseite mit langen Stränden, immer den Sturmfluten ausgesetzt, die regelmäßig im Herbst und Winter ganze Dünen verschlingen. Zur Landseite im Süden das Watt, dem nur mit viel Aufwand das Fahrwasser für den Fährverkehr abgerungen werden kann. Immer aufs neue müssen die Insulaner ihr Zuhause gegen die Natur verteidigen - daran können auch auch der technische Fortschritt, moderne Bollwerke oder Lkw-Ladungen voller Sand wenig ändern. Noch immer raubt die Nordsee stetig das Land. Der Nordseereport ist zu Gast auf Baltrum und erzählt Geschichten von Menschen und Bauten, Stränden und Schätzen, die das Meer geformt und geprägt hat.

Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr steht auf einer Wanderdüne über dem Meer. © NDR

Auf Sand gebaut: Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr

Nordseereport -

Rubjerg Knude Fyr steht auf einer Düne an der Steilküste im Nordwesten Dänemarks. Doch die Tage des Leuchttrms sind gezählt: Die Nordsee holt sich Stück für Stück die Küste zurück.

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Rubjerg Knude Fyr: Versunken und vom Absturz bedroht

Sehr eindrucksvoll erleben lässt sich das in Jütland. Hier, ganz im Nordwesten Dänemarks am Skagerrak, nahe dem kleinen Ort Lønstrup, verändern Erosion und der wandernde Sand permanent den Verlauf und das Aussehen der Küstenlinie. Die Nordsee spült jedes Jahr zwei Meter der Steilküste weg. Der Abgrund rückt unaufhaltsam näher an den Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr, der einsam über die See wacht. Die einst zum Leuchtturm gehörende Siedlung hat längst eine gewaltige Wanderdüne unter sich begraben und zermahlen. Auf ihrer Spitze wartet der Leuchtturm nun auf seine Rettung.

Bollwerke schützen Mensch und Insel

Spürbar ist das Wirken der Naturgewalten auch auf der kleinsten der sieben Inseln vor der niedersächsischen Küste - auf Baltrum. Denn hier, wo Sturmfluten in der Vergangenheit bereits ganze Inselteile mit sich gerissen haben, zählt jeder Meter, der an die Nordsee verloren geht. In den Siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden erste Schutzbauten. Zunächst aus Buschwerk und Pfählen, später aus Stein. Noch heute sind die Buhnen, die auf vielen Inseln inzwischen teilweise tief unter dem Dünensand vergraben liegen, wichtiger Bestandteil des Inselschutzes. Regelmäßig müssen sie erneuert und ausgebessert werden. Ein immerwährender Kampf, Mensch gegen Meer.

Videos
06:01

Durch den Spiekerooger Schlick mit den Watt-Profis

Die Wattführer Joke Pouliart und Gerke Enno Ennen machen eine Erkundungstour durch das Watt zwischen Harlesiel und Spiekeroog. Wie haben sich die Priele und der Untergrund verändert? Video (06:01 min)

Landschaft immer wieder aufs Neue entdecken

Strömung, Wellen und Wind sorgen aber auch dafür, dass der Sand der Strände wandert.
Vor mehr als 300 Jahren lag das Ende der Insel Baltrum zum Beispiel noch 4,5 Kilometer weiter westlich - da, wo sich heute die Nachbar-Insel Norderney befindet. Auch das Watt und damit der Meeresboden verändern sich ständig. In jedem Frühjahr erkunden nicht nur die Fährkapitäne aufs Neue den Verlauf der Priele und damit auch der Fahrrinnen. Auch die ausgebildeten Wattführer müssen ihr Revier erneut erobern, um Gäste sicher durch Schlick und Gezeiten bringen zu können. Dabei ist voller Körpereinsatz gefragt.

Das Leben mit der Gestaltungskraft des Meeres

Der Nordseereport besucht außerdem ein schwindendes Dorf direkt neben dem zweitgrößten europäischen Hafen Antwerpen, den auf Wangerooge aufgewachsenen Meer-Fotografen Ingo Gebhard, Bernsteinsucher in St. Peter-Ording und Schatzsucher auf Texel. Sie alle haben eines gemeinsam: das Leben mit der Gestaltungskraft des Meeres und die Faszination dafür.

Ratgeber Reise

Auf Baltrum kommen Urlauber zur Ruhe

Strand, Meer, Natur und kein Lärm - das bietet das autofreie Baltrum. Die kleinste der sieben Ostfriesischen Inseln ist ideal für alle, die eine Auszeit vom Alltag suchen. mehr

Leitung der Sendung
Thorsten Hapke
Redaktion
Angela Sonntag
Moderation
Britta von Lucke
Produktionsleiter/in
Thomas Schmidt