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In Alaskas Fjordwelt - Abenteurer in der Wildnis

Donnerstag, 05. Dezember 2019, 20:15 bis 21:00 Uhr

Nebel steht über einem Fjord in Alaska.

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Gigantische Fjorde und gut 5.000 kleine Inseln: In Alaskas Süden ist viel Wildnis und wenig Zivilisation. Die Region zwischen der Hauptstadt Juneau und der kanadischen Grenze wird von Einheimischen auch als "Last Frontier", letzter Außenposten, bezeichnet.

Michelle Masden zum Beispiel hat sich mit den rauen Bedingungen hier bestens arrangiert. Sie ist die einzige Wasserflugzeugpilotin der Region. Mit ihrer 65 Jahre alten Beaver verdient sie ihren Lebensunterhalt: als Lufttaxi, Transportflugzeug und ab und an als Retterin in letzter Not. Michelle fliegt alles und jeden: Ersatzteile und Lebensmittel, Ärzte, Wanderer und Jäger. Für die Fischer von Südalaska sucht sie nach großen Fischschwärmen und lotst die Kapitäne zum nächsten guten Fang.

Goldfieber in Alaska

Ray Rusaw war von Beruf Automechaniker, doch auf seine alten Tage hat ihn das Goldfieber gepackt. Mit einem selbst gebauten Spezialfloß und einer höchst kreativ zusammengestellten Ausrüstung aus dem Baumarkt macht er sich auf die Suche nach dem Edelmetall, das seine Vorgänger vor zwei Jahrhunderten übersehen haben. Seit vier Jahren durchkämmt er mit fröhlicher Besessenheit Sandbänke und Flussläufe. Für Ray hat die Goldsuche wenig mit Glück und viel mit akribischer Forschung zu tun. Er ist sich sicher, den perfekten Spot gefunden zu haben.

"Last Frontier" in Alaska

Larry Trani hat sein halbes Leben als Lehrer verbracht, in seiner Freizeit aber war er schon immer unter Wasser zu finden. Als Taucher "erntet" er heute, im Team mit seinem Sohn, so ziemlich alles, was der Meeresgrund vor Südalaska zu bieten hat: Seesterne, Krabben, Elefantenrüsselmuscheln und Seegurken. Bislang wird nur deren Haut vermarktet, sie gilt in Asien als wahres Wundermittel gegen allerlei Gebrechen. Das köstliche Fleisch hingegen wird einfach weggeworfen. Das will Larry ändern und Seegurkenfleisch als Grilldelikatesse an Restaurants verkaufen.

Klimawandel stört Winterschlaf

Der Klimawandel stört den Schlafrhythmus der Bären: Statt Winterschlaf zu halten, drängen immer mehr dieser Raubtiere auf der Suche nach Nahrung in die Städte vor. Eine Gefahr für den Menschen. Einige Bären mussten bereits erschossen werden, doch die Jungtiere bleiben oft verschont. Um diese verwaisten Bärenkinder kümmern sich Claire und Chris Turner. In ihrer Station erhalten neun extrem hungrige Bärenmäuler Vollpension. Chris wirbelt jeden Tag aufs Neue, um genügend Futter zusammenzubekommen. Abgelaufene Artischocken aus dem Supermarkt, Fleischreste vom Schlachter. Dazu ganz frische Ware: Mit lebenden Lachsen, gespendet von der benachbarten Zuchtstation, erlernen die jungen Bären die Jagd.

Im Süden Alaskas beherrschen nur noch drei Menschen die Sprache der Tsimshian-Ureinwohner. Die kulturelle Identität und mit ihr der seltene Dialekt des Stammes sind bedroht. Damit will sich Alfie Price vom Clan der Killerwale nicht abfinden. Er hat in der Hauptstadt Juneau eine Lerngruppe ins Leben gerufen, die neue Sprecher ausbilden soll. Auch auf einer Demo gegen den Klimawandel protestieren sie eindrucksvoll in der Sprache ihrer Vorfahren.

Redaktionsleiter/in
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg
Autor/in
Stefan Heinrich
Redaktion
Gita Datta
Kamera
Ralf Biehler
Schnitt
Elisabeth Hirsch
Ton
Johannes Rudolph
Mitarbeit
Karsten Wohlrab
Bildtechnik
Oliver Stammel
Sprecher/in
Philipp Schepmann
Dagmar Dreke
Sandra Kob
Clemens Gerhard
Volker Hanisch
Gerhart Hinze
Tonmischung
Sascha Prangen

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