Nordmagazin - Land und Leute

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 18:00 bis 18:15 Uhr

Beherbergungsverbot: Reaktionen nach Corona-Gipfel in Berlin

Beim Corona-Gipfel im Kanzleramt haben Bund und Länder keine Einigung beim so genannten Beherbergungsverbot erzielt. Kanzlerin Merkel sagte nach mehr als achtstündigen Beratungen mit den Ministerpräsidenten, die unterschiedlichen Regeln der Länder blieben bis zum Ende der Herbstferien bestehen. Danach werde erneut darüber beraten. Merkel appellierte daher an die Bürger, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Geeinigt hat sich die Runde dagegen auf strengere Kontaktbeschränkungen. Sie sollen bereits greifen, wenn in einer Region innerhalb einer Woche 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert werden. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig begrüßte diese Regelungen. Was die umstrittenen Reisebeschränkungen für Menschen aus Corona-Risikogebieten wie Berlin angeht, kündigte Schwesig an zu prüfen, ob auf die mindestens fünftägige Quarantäne und Test-Pflicht danach künftig verzichtet wird. Das hänge davon ab, wie die Infektionszahlen im Land weiter entwickeln.

Infektionszahlen: Corona-Lage Kreis Mecklenburgische Seenplatte

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Einwohnern an der Seenplatte steigt weiter. Seit gestern sind 16 neue Fälle hinzugekommen, damit ist der Kreis Mecklenburgische Seenplatte im Land der Kreis mit den meisten Betroffenen. Die Gesamtzahl liegt demnach bei 271 Infizierten. In der Kreisverwaltung sind Mitarbeiter dabei, die Ansteckungsketten nachzuverfolgen. Das würde aktuell auch immer noch gelingen. Die meisten Menschen hätten sich laut Landrat Kärger bei Familienfeiern und Partys angesteckt. Trotz der erlassenen Verordnungen würden sich einige Menschen nicht an die Regeln halten. Im Bonhöffer-Klinikum Neubrandenburg liegen derzeit 4 an Covid-19 erkrankte Menschen auf der Intensivstation, 8 weitere werden stationär auf einer Isolierstation behandelt.

Forschung: Probanden für klinische Studien händeringend gesucht

Freiwillige, die sich für die Gesellschaft engagieren, gibt es immer weniger. Kaum jemand will sich ehrenamtlich engagieren, ob in der Freiwilligen Feuerwehr oder in der Kommunalpolitik. Aber auch bei wissenschaftlichen Studien wird händeringend nach Probanden gesucht - wie an der Universität Greifswald.

Segelschulschiff: Die Zukunft der Greif

Greifswald ist ein Stück näher an der Sanierung der Greif. Drei Ausschüsse der Bürgerschaft haben für die Sanierung des Segelschulschiffs gestimmt. Sanierung und Restaurierung der Greif kosten rund 3,5 Millionen Euro. Am Montag entscheidet die Bürgerschaft über die Vorlage der Stadt.

Redaktionsleiter/in
Sibrand Siegert