Hamburg Journal

Freitag, 16. April 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Samstag, 17. April 2021, 04:15 bis 04:45 Uhr
Samstag, 17. April 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Exklusiv: Erste Zahlen zu häuslicher Gewalt in der Pandemie

Die Pandemie kann die eigenen vier Wände für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder zu gefährlichen Orten machen. Jetzt wird es aus Hamburg erstmals aktuelle Zahlen aus 2020 dazu geben, die exklusiv bei den Frauenhäusern und Beratungsstellen der Stadt abgefragt wurden. Was schon klar ist: im ersten Lockdown herrschte gespenstische Stille, die Anfragen nach Hilfe gingen stark zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig: Frauen hatten weniger Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen, wenn der schlagende Partner im Homeoffice nebenan sitzt. Die Pandemie als Feind von außen kann Gewalt kurzzeitig zurückdrängen. Nach dem Lockdown schnellten die Anfragen in die Höhe. Das bedeutet: die Frauenhäuser waren nah ihrer Belastungsgrenze und bis heute hält das an.

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Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

Coronavirus in Hamburg: Nachrichten und Hintergründe

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Parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Cum-Ex-Affäre

Am Freitag will der Ausschuss entscheiden, wann Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vom Gremium befragt werden soll. Zudem wird der Rechtsvertreter der Warburg Bank und möglicherweise auch der von Christian Olerarius kommen, um eine Stellungnahme in dem Fall abzugeben. Die Banker waren mit einem Eilantrag gescheitert, vor einer Stellungnahme, Akteneinsicht zu erhalten und damit den Termin zu verschieben. Indes berichtet das ManagerMagazin, dass die Finanzbeamtin, die eine Verjährung der Steuerschuld von 47 Millionen Euro zugelassen haben soll, Verbindungen zur Familie Warburg haben soll. Im Ausschuss geht es um die Frage, ob der Senat Einfluss genommen hat, von der Warburg Bank Steuern in Millionenhöhe nicht zurückzufordern. Damals war Scholz Erster Bürgermeister, und der jetzige Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) war Finanzsenator.

Streit um seltenen Nachtkerzenschwärmer in der Hafencity

Man glaubt es kaum, aber in der Hafencity lebt eine von 138 in Europa am strengsten geschützten Tierarten - der Nachtkerzenschwärmer. Eigentlich eine tolle Nachricht, meint Marianne Wellershoff vom "Netzwerk HafenCity"" einer Bürgerinitiative. Aber Nahrungs- und Wirtspflanzen des seltenen Insekts wachsen nun ausgerechnet vor allem auf dem Baufeld MK 10. Hier möchte Gruner+Jahr in Kürze sein neues Hauptquartier hinsetzen. Die Bürgerinitiative hat die Umweltbehörde angeschrieben und eine für sie ziemlich verstörende Antwort bekommen: Das Vorkommen sei bekannt, daher werde man jetzt alle Futterpflanzen und alle Pflanzen, auf denen der strengstens geschützte Falter seine Eier ablegt, abmähen. Dabei könnten die im Boden verstecken Puppen auch zerstört werden.

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