Hamburg Journal

Donnerstag, 25. März 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Freitag, 26. März 2021, 04:15 bis 04:45 Uhr
Freitag, 26. März 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Osteuropäische Betreuungskräfte in Privathaushalten - Arbeiten in der Grauzone

Božena A. hat ihre Heimat Polen verlassen, um hier in Hamburg als Pflegekraft in einem Privathaushalt zu arbeiten. Vermittelt durch eine Agentur arbeitet sie als sogenannte 24-Stunden-Kraft monatelang ohne Arbeitsvertrag, ohne Sozialversicherung, ohne Arbeitsschutz. Als sie die Vermittlungsagentur immer wieder nach einem Arbeitsvertrag fragt, erhält sie ein Papier: mutmaßlich gefälschte Rechnungen, die sie nie geschrieben hat, aber auf ihren Namen ausgestellt sind. Dann verliert sie ihren Job. Božena A. erstattet Anzeige. Der Fall ist kompliziert: Sie war nicht aus Polen entsandt worden, hatte keine Gewerbe angemeldet und war auch nicht in Deutschland angestellt. Der Verband der häuslichen Pflege geht davon aus, dass von den bundesweit 700.000 Betreuerinnen 90 Prozent in einer Grauzone beschäftigt sind.

Jahrespressekonferenz der HHLA zum Geschäftsjahr 2020 und Ausblick

Der Zentralverband der Seehafenbetriebe ist alarmiert: 6,4 Prozent weniger Umschlag für 2020. Auch Hamburgs Hafenlogistiker HHLA leidet. Vorständin Titzrath versucht durch Zukäufe und Digitalisierung das Geschäft auf breitere Füße zu stellen, dennoch ist auch hier die Lage ernster als zuvor.

Missbrauch im evangelischen Kinderheim Margaretenhort

Die Kinder und Jugendlichen sollten im Margaretenhort einen sicheren Ort finden. Stattdessen wurden viele von ihnen mit dem Wissen ihrer Erzieherinnen und Erzieher Anfang der 80er Jahre im Kinderheim sexuell missbraucht, vergewaltigt und/oder waren zusätzlicher Gewalt ausgesetzt. Mehrere Täter sind bekannt: männliche Mitbewohner oder jugendliche Cliquen aus der Harburger Nachbarschaft. Der Kirchenkreis-Ost hat die Taten untersuchen lassen. Am Donnerstag werden die Ergebnisse der Studie vorgestellt.

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Produktionsleiter/in
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