Hamburg Journal

Montag, 09. November 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Dienstag, 10. November 2020, 04:15 bis 04:45 Uhr
Dienstag, 10. November 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

Jüdische Gemeinde bekommt Tora-Krone zurück

Mehr als 80 Jahre nach den Synagogen-Plünderungen bei den Pogromen am 9. November 1938 ist ein kostbarer Tora-Schmuck in den Besitz der Jüdischen Gemeinde Hamburg zurückgekehrt. Es handelt sich dabei um eine Silberkrone, die auf die Tora-Rolle gesetzt wird. Die Krone stamme aus der zerstörten Bornplatzsynagoge und ist Landesrabbiner Shlomo vor einigen Jahren von einem Antiquitätenhändler angeboten worden. Der Händler bewahrte sie auf, bis sich ein Stifter fand. Nun hat ein Gemeindemitglied, der Unternehmer Daniel Sheffer, den Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro erworben. Er will die Krone für den geplanten Wiederaufbau der Synagoge stiften. Warum sie niemand früher zurückgegeben hat, ist ungeklärt. Dass die Krone wirklich aus der Bornplatzsynagoge stammt, lässt sich laut Jüdischer Gemeinde an der eingravierten Widmung für Markus Hirsch erkennen: Hirsch war der erste Rabbiner der Bornplatzsynagoge, er starb 1909. Nun wird die Krone bei einer offiziellen Veranstaltung auf dem Joseph-Carlebach Platz im Grindelviertel, am Jahrestag der so genannten "Reichskristallnacht" übergeben. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank ist auch dabei.

Weitere Informationen
Eine Tora-Krone steht bei einer Zeremonie zur feierlichen Übergabe an die Jüdischen Gemeinde auf einem Tisch vor einem Plakat mit einem historischen Foto der Bornplatz-Synagoge. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Jüdische Gemeinde in Hamburg bekommt Tora-Krone wieder

82 Jahre nach der Reichspogromnacht hat die Jüdische Gemeinde die original Silberkrone ihrer Tora wiedererhalten. mehr

Kerzen stehen an Stolpersteinen vor der Talmud-Thora-Schule im Grindel-Viertel. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius

"Grindel leuchtet": Erinnerung an ermordete Juden in Hamburg

Im Grindelviertel stellen Hamburger Kerzen neben die Stolpersteine, um der Pogromnacht vor 82 Jahren zu gedenken. mehr

Seemannsmission im Corona-Stress

Nach Monaten auf See dürfen die Seeleute wieder an Land. Doch die Ungewissheit ist groß: wann geht es überhaupt wieder aufs Schiff  - und ob sie in diesem Jahre nach Hause dürfen, steht in den Sternen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seemannsmission haben im Moment alle Hände voll zu tun. Denn dürfen die Seefahrerinnen und Seefahrer runter vom Schiff, haben sie oft nur ein kurzes Visum, dann wird der Flug storniert, weil zu wenige in Corona-Zeiten fliegen und schon ist das Visum abgelaufen. Die Seemannsmission muss im Moment Probleme regeln, die ihre üblichen Aufgaben übersteigen. Die Lage wird wieder schlimmer und die Angst vieler Seeleute: Wir schaffen es nicht bis zur Adventszeit oder Weihnachten nach Hause zu kommen.

"Hamburg morgen": Bodenrecycling bei Stromnetz Hamburg

Damit kontaminierter Boden nicht unkontrolliert verwendet wird muss der Bodenaushub - z. B. bei Baugruben - immer entsorgt werden, meistens auf teuren Deponien. Ein ungeheurer Ressourcenverbrauch, der oft eigentlich nicht nötig ist. Allein bei Stromnetz Hamburg fallen beim Bau neuer Stromleitungen so jährlich 20.000 Tonnen Boden an, die entsorgt und anschließend durch neuen, dazugekauften Boden ersetzt werden müssen. In einem Modellversuch wird nun der Originalboden aus den Baustellen nach Verlegung der Leitungen nach einer Behandlung wieder eingebaut. Ein bundesweit einmaliges Projekt.

Weitere Informationen
Kaffeevollautomaten

Hamburg morgen

Das Hamburg Journal porträtiert in der Reihe "Hamburg morgen" junge Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Ideen. mehr

Weitere Themen:

- FC St. Pauli nach Karlsruhe
- Markthalle für Obdachlose
- Mode im Corona-Herbst

Produktionsleiter/in
Andy Kaminski
Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Redaktion
Clarissa Ahlers-Herzog
Dirk Külper
Moderation
Julia-Niharika Sen
Nachrichtenmoderation
Carl-Georg Salzwedel

JETZT IM NDR FERNSEHEN

Sesamstraße 06:00 bis 06:20 Uhr