Hamburg Journal

Sonntag, 29. März 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Montag, 30. März 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

Heiraten in Corona-Zeiten

Miri und David heiraten am Wochenende. Eigentlich wollten sie auf einem Schiff im Hafen feiern, die Feier ist aber aufgrund der Corona-Situation abgesagt. Am Ende bleibt ihnen von allen Planungen nur die standesamtliche Trauung, ohne Eltern, ohne Trauzeugen. Weil die Freunde diese Situation aber extrem traurig finden, haben sie folgenden Plan entwickelt. Einer fährt zum Standesamt nach Uetersen und legt eine vorgeschriebene Fahrtroute unter den Scheibenwischer ihres Autos, während sie drinnen sind. Wenn sie rauskommen, fahren sie nicht direkt nach Hause nach Eilbek, sondern müssen nach Rissen, Osdorf, Elbchaussee, Altona, Eimsbüttel, Eppendorf und zum Stadtpark. Entlang der festgelegten Strecke positionieren sich die Freunde einzeln (bzw. als Pärchen oder Familie) mit großem Abstand zum nächsten (in der Regel in ihren Autos). An den verschiedenen Haltepunkten wird das Brautpaar dann mal mit Plakaten und Ballons bejubelt, mal mit kleinen Geschenken (wie Klopapier oder Sekt) versorgt und mal mit Aufgaben versehen, wie einem Hochzeitstanz auf dem leeren Parkplatz in Teufelsbrück vor der Elbkulisse. Die etwas andere Hochzeitsfeier am 29. März im Hamburg Journal.

In Hamburg Kultur digital erleben

Ob ein gestreamtes Konzert, ein virtueller Bummel durchs Museum, eine Online-Vernissage oder einfach ein guter Podcast - alles was uns zurzeit von der Corona Krise etwas ablenkt ist mehr als willkommen. So werden auch die Hamburger Kulturbetriebe aktiv und gehen völlig neue Wege, um ihr Publikum trotzdem mit Kultur zu versorgen. Wir zeigen, wie kreativ die Kulturinstitutionen sind: John Neumeyer streamt Ballett, Bücher können virtuell geladen und gelesen werden und auch die Clubs werden in Krisenzeiten sehr erfinderisch.

"Hamburg damals": 110 Jahre Reemtsma

Die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH wurde 1910 als kleine Tabakmanufaktur "Dixi" von Bernhard Reemtsma gegründet. Sein Sohn Philipp Fürchtegott Reemtsma stieg während des Ersten Weltkriegs mit seinen beiden Brüdern in die väterliche Zigarettenfabrik ein. 1923 zog das Unternehmen von Erfurt nach Altona um und wurde dabei in "Reemtsma Cigarettenfabriken" umbenannt. Der Raucher Philipp Reemtsma schaffte in Hamburg ein Tabak-Imperium. Für den Profit arrangierte er sich auch mit den Nazis: Seinen Verkaufsrekord erzielte er im Zweiten Weltkrieg.  Philipp, der Stratege, bot Zigaretten erstmals in Schachteln an - mit Marken wie "Ernte 23" und "Juno". Mit seiner zweiten Frau bekam er 1952 noch einen Sohn: Jan Philipp. Der verkaufte schon im Alter von 28 Jahren seine Anteile am Unternehmen. Sein Vater starb 1959 in Hamburg. 1996 wurde Jan Philipp Reemtsma Opfer einer Entführung. 33 Tage lang war der Mäzen und Millionär in der Gewalt der Entführer um Thomas Drach. Seit dem Erwerb des Unternehmens durch Imperial Tobacco ist kein Mitglied der Familie Reemtsma mehr am Unternehmen beteiligt. Jan Philipp Reemtsma gründete die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft, sowie das Hamburger Institut für Sozialforschung. Das Hamburg Journal blickt mit Zeitzeugen zurück auf Höhen und Tiefen einer bewegten 110-jährigen Firmengeschichte.

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Hamburg damals

Jeden Sonntag blickt das Hamburg Journal in die Vergangenheit. Die spannendsten Filme aus unserer Geschichts-Reihe finden Sie hier. Viel Spaß beim Eintauchen in vergangene Zeiten! mehr

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Weitere Themen:

- Porträt: Robin Hinsch - der Preisträger der Hamburger Stadtfotografie 2020
- Stromversorgung in Corona-Zeiten
- Studiointerview mit Sönke Fock, Arbeitsagentur

Produktionsleiter/in
Andy Kaminski
Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Redaktion
Jan Frenzel
Arne Siebert
Moderation
Ulf Ansorge
Nachrichtenmoderation
Carl-Georg Salzwedel