Stand: 21.01.2020 13:12 Uhr

Die extra 3-Chronologie des Brexits

Das Brexit-Märchen begann mit einem, vom damaligen Premierminister David Cameron initiierten Referendum, über den Verbleib Großbritanniens in der EU. Sein eigentliches Ziel war es, die Gegner innerhalb seiner konservativen Partei und die der UKIP um Nigel Farrage ruhigzustellen. Stattdessen wurde Cameron ruhiggestellt, die Briten stimmen im Juni 2016 knapp für den Brexit. Für Überraschungen waren die Briten ja schon immer gut. Cameron tritt als Premierminister zurück und Theresa May übernimmt das Amt.

Theresa May: Die eiernde Lady

Im März 2017 flattert der offizielle Kündigungsbrief der Briten ins Brüsseler Haus der Europäischen Union. Nun beginnt die zweijährige Frist für die Austrittsverhandlungen, der Termin für den Brexit steht fest. Ohne viel vorwegzunehmen: einer von vielen. Premierministerin May kündigt Neuwahlen an und die Konservativen verlieren ihre absolute Mehrheit. Für Überraschungen waren die Briten ja schon immer gut. Theresa May geht nun mit einer Minderheitsregierung in die von Beginn an schwierigen Brexit-Verhandlungen in Brüssel.

 

Experte Heinz Strunk winkt den Briten goodbye

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Wir hängen an unserer schrulligen Nachbarn: sie fahren auf der falschen Seite, stehen die Hälfte ihres Leben in der Schlange, können kein Fußball spielen. Ihr Abschied aus der EU wird schwerfallen.

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Song: Theresa May, die Griff-ins-Klo-Frau

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Die Mrs. Bean aus der Downing Street. Ihre Grimassen legendär, ihre Schuhmode zum Weglaufen. Wahlen gewinnen kann sie auch nicht. Statt einer neuen Eisernen Lady regiert die Griff-ins-Klo-Frau.

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Brexit-Deal or No-Deal-Brexit, that is the question. Gut, oder eben bis wann und ob überhaupt...

Um an dieser Stelle die Vorkommnisse etwas abzukürzen: Theresa May und die EU handeln mühsam ein Brexit-Abkommen aus, die Abstimmung darüber im britischen Parlament wird mehrfach verschoben und als es Mitte Januar 2019 soweit ist, erleidet May eine krachende Niederlage. Weitere Verhandlungen mit der EU sind die Folge. Und eine neue Abstimmung im britischen Unterhaus. Und zwei weitere Abstimmungsniederlagen für May im März. Allerdings ist das Parlament auch gegen einen "No-Deal-Brexit". Klar, denn für Überraschungen waren die Briten ja schon immer gut.

 

"Brexit-Room" - Das neue Escape-Spiel

extra 3 -

Wer hätte das gedacht, dass es so kompliziert ist, aus der EU rauszukommen. Wie in einem eingeschlossenen "Escape-Room". Um rauszukommen, muss man gemeinsam Aufgaben lösen und die Uhr tickt.

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Der Brexit-Termin

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Auch wenn man noch so verliebt war (oder auch nicht), manchmal klappt es nicht mit einer Beziehung und die Scheidung steht an. Und diese kann sehr kompliziert ablaufen (oder auch nicht).

Der typische Brexit-Bericht

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Brexit-Befürworter, Brexit-Gegner, Bobby vor Downing Street tagsüber, Bobby vor Downing Street nachts, Theresa May guckt wie eine Eule. Wir haben alle Zutaten für den typischen Brexit-Bericht.

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Statistikexperte Butenschön zum Brexit

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Der Brexit, eine gefühlte Never-Ending-Story. Nun soll er verschoben werden, die Labour-Party brachte sogar ein neues Referendum ins Spiel. Kann unser Experte sagen, was die Briten denn nun wollen?

Terminaufschub für den Brexit

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Prognose: Das britische Unterhaus debattiert noch über den Brexit, wenn sich die EU schon längst aufgelöst hat.

War der bisherige Austrittstermin der 29. März 2019, soll es nun für die Briten frühestens am 30. Juni 2019 so weit sein. Theresa May bekommt von der Europäischen Union mehr Zeit, allerdings nur bis zum 12. April. Derweil muss sich das britische Parlament auf einen neuen Plan einigen. Bei der dritten Abstimmung im Unterhaus kassiert May erneut eine Niederlage. Die Wahrscheinlichkeit für einen "No-Deal-Brexit" steigt, die Zeit wird knapp. Daher bittet Theresa May um eine erneute Fristverlängerung bei der EU. Im Gespräch ist ein Jahr, allerdings findet in diesem Zeitraum auch die Europawahl statt und an dieser müssten dann ja auch die Briten teilnehmen.

"Just when I thought I was out, they pull me back in!" - Michael Corleone (Der Pate III)

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Die unendliche Geschichte des Brexit. Klappt besser als Schäfchen zählen.

Die EU gewährt den weiteren Aufschub bis 1. November 2019, Großbritannien muss die Europawahlen organisieren und abhalten. Einen Tag vor der Wahl stellt May einen neuen Brexit-Deal vor, der eigentlich ihr alter Deal ist, nur mit einigen Änderungswünschen aller Lager.

 

Europa - die Band (auf der Suche nach dem neuesten Hit)

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Das Ansehen der Institution EU könnte besser sein. Vielleicht fehlt es an einer neuen, großen, sinnlichen, greifbaren Idee. Bei einer Band würde man sagen: Europa braucht einen neuen Hit.

Das Ende der Premierministerin May

Theresa May tritt am 7. Juni zurück und gibt den Parteivorsitz der Tories ab. Mehrere Kandidaten bringen sich in Stellung, darunter auch der aussichtsreichste und neben Nigel Farrage von der UKIP einer der Protagonisten des Referendums 2016: Boris Johnson. Für Überraschungen waren die Briten ja schon immer gut. Bis Ende Juli wollen sich die Tories auf einen neuen Parteivorsitzenden und neuen Premier einigen. Derweil bringt die Labour-Partei ein neues Referendum ins Spiel.

There is a new Sheriff in Town: Boris Johnson wird neuer Premierminister

Boris Johnson wird neuer britischer Premierminister. Den kapieren echt nur Briten.

Boris Johnson setzt sich in seiner Partei durch und wird am 24. Juli 2019 zum neuen Premierminister ernannt. Das halbe Kabinett wird mit Brexit-Hardlinern ersetzt, den EU-Austrittsvertrag will Johnson neu verhandeln. Diese Notwendigkeit sieht die Europäische Union wiederum nicht. Es bleibt spannend und nervig zugleich.

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Britain in a nutshell.

Wir erinnern uns, das britische Unterhaus hat sich gegen einen "No-Deal-Brexit" ausgesprochen, Boris Johnson kann also nicht gegen das Parlament handeln. Aber er wäre nicht Boris Johnson, wenn er nicht noch einen Taschenspieler-Trick in petto hätte: er bittet die Queen das Parlament bis Oktober in den Zwangsurlaub zu schicken, die den Wunsch, trotz Proteste der Opposition, abnicken muss. Sein Ziel ist die EU am 31. Oktober zu verlassen. Egal ob mit oder ohne Deal. Kommt er damit durch? Aber wir wissen ja, für Überraschungen waren die Briten ja schon immer gut.

Das lassen sich die Abgeordneten des Parlaments so nicht gefallen, und verpflichten Boris Johnson und seine Regierung zum Deal und notfalls zur Verlängerung der Frist. Um seinen Plan zu retten, schlägt Johnson Neuwahlen am 15. Oktober vor. Im Falle eines Wahlsiegs soll der Austritt am 31. Oktober erfolgen. Doch der Vorschlag scheitert im Parlament. Die von Johnson verordnete Zwangspause landet vor dem obersten Gerichtshof und wird für rechtswidrig erklärt.

 

Boris Johnson und der Brexit

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Premier Boris Johnson gibt den großen Zampano im Brexit-Drama, das schon langer keiner mehr sehen will. extra 3-Festredner Oliver Kalkofe mit einer Laudatio auf den Trump-Klon von der Insel.

Song für Boris Johnson: Brexit Cowboy

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Eine Ode an den Mann, dessen Beliebtheitswerte steigen, je mehr er lügt, sich rüpelhafter benimmt und irrer handelt. Applaus für einen kalkuliert durchgeknallten Premierminister.

Surprise, suprise: Ein neues Brexit-Abkommen steht

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So wird's gemacht!

Die EU und die Regierung in Großbritannien haben am 17. Oktober eine Einigung erzielt. Fehlt "nur" noch das grüne Licht vom britischen Parlament, aber das verschiebt aufgrund von Uneinigkeiten die Entscheidung. Die Folge: eine Verlängerung der Ausstiegsfrist bei der Europäischen Union auf den 31. Januar 2020.

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Ein Gassenhauser.

Die EU-Staaten gewähren den Brexit-Aufschub bis Ende Januar. Zeitgleich sprechen sich die Abgeordneten im britischen Parlament dafür aus, die eigentlich für 2022 geplanten Wahlen auf den 12. Dezember 2019 vorzuziehen. Ist dadurch der noch nicht vom britischen Parlament angenommene Brexit-Deal wieder in Gefahr?

 

Brexit-Song: Bitte geht doch einfach raus!

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Es reicht. Unsere Brexit-Witze sind aufgebraucht. Na gut, einen haben wir noch. Einen Song. Der letzte seiner Art. Bitte, geht doch endlich raus!

Endlich das Ende vom Ende?

Boris Johnson und seine Tories gewinnen nicht nur die Wahl am 12. Dezember 2019, sondern erlangen die absolute Mehrheit. Acht Tage später stimmt das britische Unterhaus für Johnsons Vertragsentwurf zum Austritt. Am 31.01.2020 haben die Briten die EU verlassen. Naja, mal abwarten, für Überraschungen waren die Briten ja schon immer gut.

 

Dieses Thema im Programm:

extra 3 | 15.01.2020 | 22:50 Uhr