Die Nordreportage: Mut für ein zweites Leben

Unfall-Krankenhaus Boberg

Mittwoch, 04. November 2020, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 06. November 2020, 11:30 bis 12:00 Uhr

Ein kurzer Moment veränderte das Leben von Fred Heinsohn radikal. Der 57-Jährige ist ein sportlicher Typ, viel unterwegs als Kundenberater einer Bank und lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Hamburg.

Von einer Sekunde auf die andere wird er durch einen Unfall aus diesem Leben gerissen, als er von einem Baum in seinem Garten stürzt. Ein Rettungshubschrauber bringt ihn ins BG Klinikum Hamburg-Boberg. Die Diagnose: Seine Wirbelsäule ist an mehreren Stellen zerstört. Die Ärzte sagen ihm, dass er nie wieder laufen kann.

Fachkräfte und Spezialabteilungen

Im Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus in Hamburg bekommen Menschen mit schwersten Verletzungen Hilfe. Es ist ein Hochleistungskrankenhaus mit qualifizierten Fachkräften und zahlreichen Spezialabteilungen. Fred Heinsohn ist seit mehr als drei Monaten im Querschnittgelähmten-Zentrum in stationärer Behandlung.

Das Querschnittgelähmten-Zentrum in Boberg ist das größte in Deutschland. Geleitet wird es von Privatdozent Dr. Roland Thietje. Er hat Fred Heinsohn nach dem Unfall operiert und stimmt mit den Reha- und Physiotherapeuten seine weitere Behandlung ab. Fred Heinsohn ist ein Kämpfer. Er tut alles dafür, um zu lernen, selbstständig mit seinem Rollstuhl klarzukommen.

"Er ist ein großartiges Vorbild für alle"

Wie Fred Heinsohn mit seinem Schicksal umgeht, beeindruckt selbst den erfahrenen Arzt: Mit Lebensmut und Energie nimmt er seine neuen Lebensumstände an. "Er ist ein großartiges Vorbild für alle, die ein ähnliches Schicksal ereilt", sagt der Wirbelsäulenspezialist.

Fred Heinsohn bekommt große Unterstützung durch seine Familie und Freunde. Das Motto seiner Whats-App-Gruppe lautet: "Ich schaffe das". Bis Mitte November will er wieder zu Hause sein.

Produktionsleiter/in
Virginia Maassen
Redaktion
Birgit Schanzen
Autor/in
Petra Wernz

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