Die Nordreportage: Lebensretter unter Dauerbelastung

Arbeiten auf der Covid-Intensivstation

Donnerstag, 11. März 2021, 18:15 bis 18:45 Uhr
Dienstag, 16. März 2021, 11:30 bis 12:00 Uhr

Die Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte auf Intensivstationen mit COVID-Erkrankten sind gerade immens gefordert.

Hoffen und Bangen auf der COVID-Intensivstation

Ein Teil des Teams der Covid-Intensivstation. © NDR/Pietscher Film
Ein Teil des Teams der COVID-Intensivstation.

Ein Filmteam begleitet für "Die Nordreportage" die stillen Heldinnen und Helden der Pandemie einige Wochen lang bei ihrer Arbeit und gewährt somit einen außergewöhnlichen Blick in die Arbeit auf einer COVID-Intensivstation. Dabei zeigt "Die Nordreportage", wie schlimm eine Infektion mit dem Coronavirus verlaufen kann, aber auch wie das Team der Intensivstation mit den Schwerkranken nach Wochen des Bangens und Hoffens wieder Licht am Ende des Tunnels sieht.

Viele Patienten überleben nicht

Andrea Sierp, Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin, am Covid-Patientenbett - reicht dem Patienten etwas zu trinken. © NDR/Pietscher Film
Fachkrankenschwester Andrea Sierp kümmert sich um die Schwerstkranken auf der Intensivstation.

"Corona ist unberechenbar", sagt Andrea Sierp. Und wenn sie das sagt, weiß sie, wovon sie redet. Seit 30 Jahren arbeitet sie auf der Intensivstation im Klinikum Osnabrück. Mit ihren Kolleginnen und Kollegen macht sie in diesen Monaten einen außerordentlichen Job. Den ganzen Tag mit maximaler Sicherheitskleidung unterwegs zu sein, dabei noch Höchstleistungen zu bringen und in der Gefahr, selbst infiziert zu werden und die eigene Familie anzustecken, ist für sie und ihre Kolleginnen und Kollegen die größte Herausforderung, die sie je erlebt haben. Hinzu kommt, dass mehr Patientinnen und Patienten trotz maximalem medizinischen Einsatz sterben. Eine deutschlandweite Studie über die erste Coronawelle stellt fest, dass die Intensiv-Teams 53 Prozent der COVID-Patientinnen und -Patienten, die beatmet werden mussten, nicht retten konnten.

Eine spezielle Therapie fehlt noch

Dr. med. Maximilian Veddeler (36), Oberarzt für Notfall- und Intensivmedizin, arbeitet bis zum Anschlag. Die Covid-Intensivstation ist fast schon sein zweites Zuhause. © NDR/Pietscher Film
Für Oberarzt Dr. med. Maximilian Veddeler (36) ist die Covid-Intensivstation fast schon sein zweites Zuhause.

Das Ärzteteam auf der COVID-Intensivstation ist vor allem mit seinem medizinischen Urteilsvermögen gefordert. Anders als beim Schädelhirntrauma oder anderen bekannten Erkrankungen, gibt es noch keine spezielle Therapie gegen COVID-19. Für die Mediziner ist es ein Ausprobieren, wachsames Beobachten und wenn nötig ein schnelles Reagieren, wenn sich der Zustand des betroffenen Patienten unerwartet und plötzlich verschlechtert.

"Die erste Corona-Welle war für uns ein Spurt, die zweite ist für uns ein Marathon", sagt Dieter Lüttje, der Stellvertretende Ärztliche Direktor des Osnabrücker Klinikums.

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Leitung der Sendung
Thorsten Hapke
Redaktionsleiter/in
Joachim Grimm
Redaktion
Karoline Grothe
Produktionsleiter/in
Virginia Maassen
Autor/in
Christian Pietscher

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