Die Nordreportage: Wenn der Tod ein Anfang ist

Der strenge Ablauf einer Multiorganentnahme

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 18:15 bis 18:45 Uhr
Dienstag, 20. Oktober 2020, 11:30 bis 12:00 Uhr

In ganz Deutschland warten pro Jahr etwa 10.000 schwerkranke Menschen auf ein Spenderorgan. Viele PatientInnen versterben, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Bereitschaft zu einer Organspende nach Hamburg am höchsten deutschlandweit. Doch es reicht nicht. Hatte die Uniklinik Greifswald früher bis zu 25 Entnahmen pro Jahr, waren es 2019 nur noch vier.

Die Organentnahme: ein hochkomplexer Eingriff

Die Nordreportage begleitet eine Multiorganentnahme bei einem 21-Jährigen, der einen schweren Verkehrsunfall hatte. Die Organentnahme ist ein hochkomplexer Eingriff durch ein interdisziplinäres Ärzteteam. Das Filmteam ist von Anfang an dabei, erklärt die aufwendige Hirntoddiagnostik als Grundvoraussetzung für eine Organspende, sucht Antworten nach ethischen und juristischen Fragen.

Für diese Nordreportage wird der strenge Ablauf der Multiorganentnahme durch Transplantationsteams aus Greifswald, Rostock, München und Köln bis zum Abtransport der Organe per Auto oder Flugzeug mit der Kamera begleitet. Durch die Organspende des 21-jährigen Mannes konnten sechs Menschenleben gerettet werden.

Ratgeber Gesundheit
Bild zeigt in Nahaufnahme die Hand eines verstorbenen Patienten, die auf der Bettdecke liegt. © NDR

Keine Organspende ohne Hirntod-Diagnostik

Die Sorge vieler Menschen beim Thema Organspende: Sie könnten vorzeitig für tot erklärt werden. Doch ohne eine umfassende Hirntod-Diagnostik dürfen keine Organe entnommen werden. mehr

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern
Eine Frau zeigt einen Organspendeausweis. © dpa-Bildfunk Foto: Axel Heimken

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Autor/in
Rebekka Bahr
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke