Wie geht das? Der Maschsee

Künstliches Gewässer mitten in der Stadt

Sonntag, 07. April 2019, 12:00 bis 12:30 Uhr

Der Maschsee war früher eine große Wiese. Am 21. Mai 1936 wurde er eingeweiht. Seitdem ist hier die Maschsee-Flotte unterwegs. © NDR/Kamera Zwei, honorarfrei

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Wenn hier keiner aufpasst, dann läuft er leer. Hier haben die Kapitäne keinen "Führerschein" und fahren trotzdem die Ausflugsschiffe. Und hier muss der Fischer mit seinen Karpfen erst einmal zum Arzt. Der Maschsee mitten in Hannover ist ein beliebtes Ausflugsziel, ein Wahrzeichen der Landeshauptstadt und manchmal eine echte Herausforderung.

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Der Maschsee: 1,6 Milliarden Liter Wasser mitten in der Stadt.

Eigentlich ist der Maschsee eine überflutete Wiese. Je nach Wetter sinkt der Pegel bis zu 1,3 Zentimeter. Das klingt nicht viel - sind aber zehn Millionen Liter Wasser. Die Maschsee-Quelle sprudelt schon seit 60 Jahren nicht mehr. Wie aber kommt frisches Wasser auf die zweieinhalb Kilometer lange Fläche? Marco Neumann ist der neue Fischer hier. Mit seinen lebenden Karpfen fährt er in die Tierärztliche Hochschule. Hier werden die Fische betäubt - für den großen Gesundheitscheck. Noch weiß er nicht, ob sich das Revier für den ganz großen Fang überhaupt lohnt.

Die Reportage erzählt von der Entstehungsgeschichte aus den Zeiten des Nationalsozialismus, begleitet die täglichen Arbeiten der Kapitäne, Fischer und Maschsee-Mitarbeiter und zeigt die überraschenden Seiten des großen Stadtsees von Hannover.

Geschichte

Maschsee: Vom Nazi-Projekt zur Freizeitoase

Im März 1934 begannen die Nationalsozialisten mit dem Bau des Maschsees. Zu Hungerlöhnen mussten die Arbeiter schuften, um den künstlichen See in Hannover anzulegen. mehr

Leitung der Sendung
Marlis Fertmann
Redaktionsleiter/in
Susanne Wachhaus
Redaktion
Thomas Fischer
Autor/in
Stefan Radüg
Lars Wolpert
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke