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Wem gehört das Wasser? - Verteilungskampf im Norden

Montag, 07. Juni 2021, 22:00 bis 22:45 Uhr

Eigentlich gibt es genug Wasser im Norden. Aber: Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass nicht überall und nicht immer das Wasser für alle reicht. In Lauenau in Niedersachsen brach im August 2020 die Trinkwasserversorgung kurzfristig zusammen, Trinkwasser gab es nur im Supermarkt und die Feuerwehr verteilte in der Bevölkerung Wasser für die Toilettenspülung.

Wasserknappheit im Harz besonders sichtbar

Auch die Binnenschifffahrt auf Weser und Elbe musste 2020 aufgrund der niedrigen Wasserstände eingeschränkt werden. Besonders im Harz sieht man die Auswirkungen: Die großen Talsperren sind trotz der Regenfälle im Januar und Februar dieses Jahres noch nicht annähernd gefüllt.

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Wo im Norden gibt es niedrige Grundwasserstände?

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Seit 2018 weniger Niederschlag in Deutschland

Deutschland ist nach wie vor ein wasserreiches Land. Von den rund 188 Milliarden Kubikmetern, die im Durchschnitt jedes Jahr durch Regen und Flüsse ins Land kommen, wird nur ein kleiner Teil verwendet. Aber durch die niederschlagsarmen Jahre seit 2018 hat sich die Lage in einigen Teilen des Landes verändert.

Stärkere Konkurrenz um die Ressource Wasser

Die Verfügbarkeit von Wasser ist regional und auch saisonal unterschiedlich. Und dadurch konkurriert heute Trinkwasserförderung mit dem Naturschutz und den Interessen von Industrie, Waldbesitzern, Landwirt*innen oder Wassersportlern. Und die Konflikte verschärfen sich zunehmend durch die Klimakrise.

Wem gehört das Wasser? Und wie kann es gerecht verteilt werden? 45 Min-Autorin Inga Thiede fährt durch den Norden und spricht mit Wissenschaftler*innen und Landwirtinnen und Landwirten, Wassermanagern und Poolbesitzer*innen.

Zu den wichtigsten Themenbereichen in unserer Doku habe wir zentrale Informationsquellen zusammengestellt.

Diese Dokumentation ist ein Beitrag zum Themenschwerpunkt "Kampf ums Wasser" in den NDR Programmen am 7. Juni 2021.

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Die Böden von Feldern, Weiden und Wäldern sind größtenteils ausgetrocknet. Wie stellen sich Landwirte, Förster und die Menschen im Norden auf wiederkehrende Dürren und Hitzeperioden ein? mehr

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Lüneburg: "Kein Grundwasser für Coca Cola" steht unter anderem auf einem Protest-Banner nahe des geplanten Coca-Cola-Brunnens. Der Konzern möchte mit einem neuen Brunnen bei Reppenstedt bis zu 350 000 Kubikmeter Wasser jährlich aus einer Tiefe von etwa 195 Metern fördern. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

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Produktionsleiter/in
Kathrin Becker
Redaktion
Kathrin Becker
Regie
Inga Thiede
Autor/in
Inga Thiede
Producer
Frederik Keunecke