Wunderschön!

Wasserwelt Flevoland - Die jüngsten Polder der Niederlande

Sonntag, 21. März 2021, 13:00 bis 14:30 Uhr

Flevoland ist die jüngste Provinz der Niederlande und dort entstanden, wo früher über fünf Meter Wasser vorhanden war. Die Polderlandschaft ist heute die größte künstlich angelegte Landfläche der Welt, Lebensraum für rund 400.000 Menschen und außerdem ein Naturparadies.

Andrea Grießmann reist durch eine Gegend mit kurvenlosen Straßen und schnurgraden Feldern, entdeckt Inseln, die auf dem Trockenen liegen, und Orte mit jahrhundertealter Nordseetradition.

Moderatorin Andrea Grießmann mit Guide und ehemaligen Fischer Jan van Urk im Hafen der Ortschaft Urk auf Flevoland. Der Ort Urk war vor der Einpolderung eine Insel. © WDR/Sabine Fricke
Andrea Grießmann lässt sich vom ehemaligen Fischer Jan van Urk die Ortschaft Urk zeigen.
Zwischen Alt und Modern

Flevoland steht für Altes und Neues: Die Stadt Almere entstand Mitte der 1970er-Jahre komplett auf dem Reißbrett und ist ein Beispiel für modernes Wohnen. Die ehemalige Insel Schokland, heute UNESCO-Weltkulturerbe, lädt zu einer Zeitreise von der Eiszeit bis zur Gegenwart ein. An vielen Stellen findet Andrea Grießmann moderne Landschaftskunstwerke mitten in der Natur. Platz zum Schwimmen, Segeln oder Angeln gibt es auf Flevoland natürlich auch reichlich.

Naturparadies auf dem Polder

Oostvaardersplassen am Ufer des Süßwassersees Markermeer ist das größte natürliche Feuchtbiotop der Niederlande. 1968 trockengelegt, sollte auf dem Polder ein Industriegebiet entstehen. Doch die Natur wurde sich selbst überlassen und verwandelte sich in ein atemberaubendes Vogelparadies. Dort leben auch Wildpferde, Edelhirsche und Heckrinder. Andrea Grießmann geht mit zwei Naturfilmern, die einen Film über Füchse drehen wollen, auf Safari.

Unterm Meeresspiegel

30 Kilometer von Amsterdam entfernt liegt Almere, vier Meter unter dem Meeresspiegel. Vor knapp 50 Jahren wurde damit begonnen, das Land einzudeichen, das Wasser abzupumpen und eine Stadt der Zukunft zu entwickeln: Autos, Busse und Fahrräder haben haben eigene Straßen. Moderne Wohntürme symbolisieren die Stadttore. Auf die Dächer des Geschäftszentrums hat man ein Wohnviertel gesetzt mit Wegen und Gärten. Ein Dünenviertel mit aufgeschüttetem Sand fehlt ebenso wenig wie ein künstlich angelegter See.

Auf den ersten Blick wirkt Marker Wadden wie eine Mondlandschaft. Aus Sand, Lehm und Schlick, per Pipeline aus dem schlammigen Markermeer gespült, entsteht zwölf Kilometer vor der Küste eine künstlich geschaffene neue Inselwelt, die gerade zum Leben erwacht, mit Pflanzen, Vögeln und Fischen. Geplant ist hier außerdem eine Freizeitoase mit Jachthafen, Strand und Wanderwegen.

Redaktion
Helmig, Sara

JETZT IM NDR FERNSEHEN

Sportclub 22:50 bis 23:35 Uhr