Wie geht das? Unter Strom - Energie für die Metropole

Mittwoch, 30. Januar 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 01. Februar 2019, 11:30 bis 12:00 Uhr

Freileitungsmonteure bringen neue Abstandshalter an. © NDR/ADAMfilm/Stromnetz Hamburg

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Plötzlich ist das Radio aus, das Summen des Kühlschranks verstummt, der Computerbildschirm ist schwarz und das Telefon bleibt tot. Kein Strom. Wohl jeder hat so etwas schon einmal erlebt. Im Sommer 2018 legten Stromausfälle weite Teile Hamburgs und Schleswig-Holsteins lahm, und das über Stunden.

Bei Alarm muss es schnell gehen

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Die Mitarbeiter in der Netzführung überwachen das Hamburger Leitungsnetz.

Bei Stromnetz Hamburg schrillen dann die Alarmglocken. In der Leitstelle, die für die Zuverlässigkeit des 28.000 Kilometer langen Stromnetzes verantwortlich ist, tun die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles, um die Unterbrechung zu lokalisieren. Messwagen rücken aus und überprüfen in der betroffenen Region die Leitungen, die zumeist unterirdisch verlegt sind. Ist die Stelle gefunden, wird sie schnellstmöglich repariert. Maximal 45 Minuten soll so eine Unterbrechung dauern, das ist das Ziel der Mitarbeiter.

Im Durchschnitt ist ein Hamburger Haushalt neun Minuten im Jahr ohne Strom, im bundesweiten Vergleich ein Spitzenwert.

Energie für mehr als eine Million Haushalte

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Das Hamburger Stromnetz ist insgesamt 28.000 Kilometer lang.

1,1 Millionen Haushalte versorgt das Unternehmen mit Energie. Dazu kommen Großverbraucher wie Aurubis, der Flughafen oder auch die Fußballarenen des FC St. Pauli und des HSV. Fällt zum Beispiel in der TRIMET Aluminiumhütte der Strom für die Schmelzöfen aus, dauert es ein Jahr, bis alles wieder normal läuft. Wenn das Flutlicht im Stadion ausgeht, wird schlimmstenfalls ein Spiel verschoben. Ist die gesamte Arena völlig im Dunkeln, dann kann das Verlassen für die Zuschauer lebensgefährlich werden. Auch Krankenhäuser und andere sensible Bereiche müssen sich gegen Stromausfälle wappnen.

Was passiert bei Angriffen von außen?

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Freileitungsmonteure bringen neue Abstandshalter an.

Der Film aus der Reihe "Wie geht das?" blickt hinter die Kulissen des Netzbetreibers und geht den Fragen nach: Wo kommt der Strom her? Wie wird er in der Stadt auf die Haushalte verteilt? Wie schützt das Unternehmen sein Netz vor Angriffen von außen?

Begleitet werden Männer und Frauen, die Leitungen reparieren, neu verlegen und in der Zentrale das Netz kontrollieren. Gleichzeitig kommen Menschen aus der Alltagswelt zu Wort, die durch ihren Bericht veranschaulichen, was passiert, wenn der Strom ausbleibt.

Redaktion
Birgit Schanzen
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke