Weltreisen

Marokkos bedrohte Oasen - Klimawandel in der Wüste

Samstag, 17. Oktober 2020, 12:45 bis 13:15 Uhr

Halim Sbai lebt in der marokkanischen Oasenstadt M'Hamid El Ghizlane. Für ihn eigentlich ein Paradies. Die Betonung liegt auf "eigentlich". Denn Menschen wie Halim kämpfen verzweifelt um das Überleben ihrer Region.

Sanddünen am Ortsrand von M'hamid El Ghizlane. © NDR/SWR/Stefan Schaaf
Sanddünen am Ortsrand von M'hamid El Ghizlane.

In Marokko liegen die grünen Inseln in der Wüste dicht an dicht zwischen dem Antiatlasgebirge und der Sahara, voller malerischer Palmen. Für knapp zwei Millionen Menschen sind sie die Heimat. Noch. Bislang verdienten viele hier ihr Einkommen mit den Früchten der Dattelpalmen. Doch das wird immer schwieriger. Seit Jahren fällt der Regen immer unregelmäßiger, die Palmen welken, die Ernte geht drastisch zurück.

Der Klimawandel trifft auch die Oasen

Auch in den idyllischen Oasen schlägt der Klimawandel zu. Während in den Alpen oder Anden die Gletscher abschmelzen, lassen sich in der Wüste ebenfalls dramatische Veränderungen beobachten: Sandstürme werden immer häufiger, das Wasserreservoir sinkt, Palmen verdorren. Die Oasen kämpfen ums Überleben.

Die Bewohner der Oase kämpfen ums Überleben

Halim Sbai versucht verbissen, seine Oasen zu retten, pflanzt neue Palmen und will das kostbarste Gut schützen: Wasser. Statt auf Dattelpalmen setzt er nun auf Tourismus und kutschiert Gäste durch das malerische Gebiet, das es so vielleicht bald nicht mehr gibt. Am Aussterben der Oasen lässt sich schon jetzt beobachten, was dem Mittelmeerraum durch die Erderwärmung droht.

Redaktion
Christine Hasper
Redaktionsleiter/in
Clas Oliver Richter
Autor/in
Stefan Schaaf
Regie
Stefan Schaaf
Produktionsleiter/in
Oliver Gebhard

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