Kevin Kühnert und die SPD

Folge 6: Bundestagswahl

Mittwoch, 06. Oktober 2021, 03:00 bis 03:45 Uhr

Als Kevin Kühnert verkündet, für den Bundestag kandidieren zu wollen, steht die SPD bei 14 Prozent - 24 Prozentpunkte hinter der Union. Die SPD stellt nicht nur als erste Partei ihren Kanzlerkandidaten auf, sondern auch als erste ein Wahlprogramm vor: 12 Euro Mindestlohn, Vermögenssteuer, die Möglichkeit Mietsteigerungen zu beschränken -  Kevin Kühnert, die Jusos und Parteilinken sind zufrieden.

Und auch Kanzlerkandidat Olaf Scholz macht sich das Programm zu eigen. Während die Union durch Maskenaffären und Machtkämpfe strauchelt, überrascht die SPD mit ungewohnter Harmonie. Kühnert kämpft Seit an Seit mit Scholz um das Comeback der SPD.

Kevin Kühnert kämpft um ein Direktmandat für den Bundestag

In seinem Heimatwahlkreis Tempelhof-Schöneberg tourt er von Tür zu Tür, wirbt an Wahlkampfständen bei Stadtspaziergängen um jede Stimme. Er will seinem Gegenkandidaten von der CDU das Direktmandat abnehmen, das dieser die vergangenen drei Male gewonnen hat. Doch trotz Geschlossenheit, aufopferndem Wahlkampf und Fehler der politischen Gegner, scheinen die Werte der SPD bis in den Sommer hinein bei 16 Prozent einbetoniert.

Dass die SPD bei der Bundestagswahl 2021 stärkste Kraft werden könnte - bis wenige Wochen vor der Wahl unvorstellbar. Doch dann fallen die Werte der Union, die SPD gewinnt von Umfrage zu Umfrage hinzu. Es wird die spannendste Bundestagswahl seit Jahren.

Drei Jahre lang haben die NDR Filmemacher*innen Katharina Schiele und Lucas Stratmann den Jungpolitiker mit der Kamera begleitet. Sie zeigen, wie das politische Agieren des ehemaligen Juso-Vorsitzenden und heutigen Partei-Vizes Kevin Kühnert aussieht. Und sie fragen, welchen Einfluss er auf die politische Ausrichtung der SPD hat und ob es einen Linksruck gab.

Regie
Lucas Stratmann
Autor/in
Lucas Stratmann
Regie
Katharina Schiele
Autor/in
Katharina Schiele
Redaktion
Timo Großpietsch
Christoph Mestmacher
Produktionsleiter/in
Bettina Wieselhuber
Schnitt
Yütte Reischmann
Andreas von Huene