Ostprodukte im Westregal

Geschäfte mit der DDR

Samstag, 21. Juli 2018, 11:30 bis 12:15 Uhr

Über 6.000 Firmen der ehemaligen Bundesrepublik machten Geschäfte mit dem "Klassenfeind", sie ließen in den volkseigenen Betrieben der DDR produzieren und machten mit Produkten aus der DDR satte Gewinne. Die großen Versandhauskataloge waren voller Waren "Made in GDR". Die DDR war die verlängerte Werkbank des Westens, die Arbeitskräfte waren billig, die Qualität sehr gut.

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Leipziger Messe - Treffpunkt für den Ost-West-Handel

Die Leipziger Messe war die Drehscheibe beim innerdeutschen Handel, der in seinem Umfang der Öffentlichkeit bis heute kaum bekannt ist. Politisch folgte die Bundesrepublik ihrer Maxime "Wandel durch Handel", und die SED brauchte Devisen, mit den Jahren immer mehr.

Exportware unerschwinglich für DDR-Bürger

Was an Ostwaren im Westregal landete, ging der eigenen Bevölkerung in der DDR verloren. Sie spürte den Mangel in den Läden, vor allem in der Provinz. Die meisten der begehrten Exportgüter waren für DDR-Bürger nur zu horrenden Preisen in Spezialläden zu erwerben oder kamen überhaupt nicht in die Geschäfte.

Der Film folgt den Spuren im Alltagsgeschäft und blickt hinter die Kulissen des innerdeutschen Handels: Wer waren die Beteiligten, wer die Strippenzieher, wer machte den Profit, wer schaute in die Röhre? Autorin Anne Worst hat mit Beteiligten aus Ost und West gesprochen, die heute bereit sind, ihre Geschäftspraxis offenzulegen.

Redaktion
Birgit Hetzel
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