Afghanistan. Das verwundete Land

Mudjahedin und Taliban

Mittwoch, 15. September 2021, 03:40 bis 04:35 Uhr

Als die sowjetischen Panzer 1989 Afghanistan verlassen, verschwindet das Land aus den Nachrichten, obwohl noch kein Frieden herrscht. Die Mujahedin haben die mächtige Sowjetunion besiegt, aber ihnen fehlt die gemeinsame Vision für ihr Land.

Die Taliban versprechen Ordnung und Frieden

Rivalisierende Verbände kämpfen jetzt gegeneinander. Ihr Kampf stürzt die Nation ins Chaos und legt Kabul in Schutt und Asche. Schließlich verspricht eine neue Bewegung Ordnung und Frieden: die Taliban. Ihr Sieg 1996 verwandelt das Land in eine Brutstätte für den radikalen Islam, in einen Trainingsplatz für al-Qaida und in ein Gefängnis für Frauen.

Frauen leiden unter den Taliban

Afghanische Frauen und Kinder. © United States Agency for International Development
Frauen bezeugen die Absurdität des Krieges.

Die Protagonisten dieser Episode sind zwei Frauen: Schukria Baraksai verlor während des Bürgerkrieges ihre neugeborenen Kinder und wurde Lehrerin in einer geheimen Mädchenschule. Nadia Ghulam überlebte einen Bombenangriff, doch gegenüber den Taliban musste sie sich als Junge ausgeben, um zu überleben. Ihre Erinnerungen zeugen von der Absurdität dieses Krieges und der rücksichtslosen Grausamkeit der Kriegsherren. Außerdem kommen Mitglieder verschiedener Mujahedin-Fraktionen, der ehemalige Finanzminister der Taliban-Regierung und ein damaliger Fernsehkorrespondent aus Kabul zu Wort.

Redaktion
Ulrike Dotzer
Produktionsleiter/in
Melanie Clausen
Redaktionsassistenz
Juliane Kirchberger
Kristina Madejczyk
Autor/in
Mayte Carrasco
Regie
Mayte Carrasco
Autor/in
Marcel Mettelsiefen
Regie
Marcel Mettelsiefen
Autor/in
Lucio Mollica