Stand: 27.05.2014 16:25 Uhr  | Archiv

Harriersand - Insel in der Weser

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Sandstrand, Ferienhäuser und ein Campingplatz: Harriersand ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Elf Kilometer lang und stellenweise nur rund 500 Meter breit: Deutschlands größte Flussinsel liegt in der Weser zwischen Bremen und Bremerhaven. Die einzige Straße verläuft am Westufer, ist einspurig und dient den Landwirten als Wirtschaftsweg. An Sommerwochenenden bilden sich dort rasch Staus, auch die wenigen Parkplätze sind schnell belegt. Am besten lässt sich die Insel daher bei einem Strandspaziergang oder mit dem Fahrrad erkunden. Bis 1965 hatte Harriersand keine Verbindung zum Festland, dann wurde am südlichen Ende eine Brücke zu dem kleinen Ort Rade gebaut. Die schmale Inselstraße führt an alten Bauernhöfen vorbei bis zum Schiffsanleger im Norden. Zwischen März und Ende Oktober pendelt von dort die kleine Personenfähre "Guntsiet" zum westlichen Weserufer nach Brake.

Sonnenbad am Wasser

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Im Sommer pendelt eine kleine Fähre häufig zwischen Brake und der Insel.

Rund um den Fähranleger hat sich eine kleine Urlauberkolonie gebildet. Ein Campingplatz bietet die Möglichkeit, auf der Insel zu übernachten, ein Gasthaus versorgt die Besucher. Der lange, feine Sandstrand lädt zu einem Sonnenbad mit Blick auf den Fluss und die Hafenanlagen von Brake am gegenüberliegenden Ufer ein. Wer in der Weser schwimmen geht, sollte den Schiffsverkehr im Auge behalten. Große Frachter und Containerschiffe, die zum Greifen nah erscheinen, erzeugen stattliche Wellen.

Bei Sturmfluten droht "Land unter"

Auf der Insel stehen auch etwa 150 Wochenendhäuser, die wegen der Sturmflutgefahr meist auf Stelzen gebaut wurden. Harriersand liegt im Einflussbereich von Ebbe und Flut. Bei Sturmfluten, wenn Nordsee-Wasser in die Wesermündung drückt, werden große Teile der Insel überschwemmt. Seine heutige Form bekam Harriersand um 1930. Im Rahmen einer Korrektur des Weser-Verlaufs wurden sieben kleine Flussinseln mit Schlick und Sand verbunden. Seitdem ist der östliche Weserarm erheblich schmaler als die Fahrrinne im Westen und fällt bei Niedrigwasser nahezu trocken. Dieser Bereich mit seinen ausgedehnten Röhricht-Zonen steht unter Naturschutz.

Warften schützen die Bauernhöfe

Harriersand gehört seit 1974 zur Gemeinde Schwanewede am östlichen Weserufer. Etwa 80 Menschen wohnen dauerhaft auf der Insel. Sie leben überwiegend von der Landwirtschaft und nutzten die vielen Wiesen und Weiden. Ihre Höfe stehen auf Warften, die sie vor Überschwemmungen schützen.

Karte: Flussinsel Harriersand

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Harriersand / 31.05.2014 / 14:15 Uhr