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NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Kleinod in der Ostsee: Die Insel Hiddensee

Blauer Himmel am Karfreitag auf Hiddensee am Leuchtturm Dornbusch. Foto: Robert Ott, Insel Hddensee. © NDR Fotograf: Robert Ott Berühmtes Motiv auf Hiddensee: der Leuchtturm Dornbusch.

Westlich von Rügen - nur von einer Sandbank getrennt - liegt die kleine Ostseeinsel Hiddensee. Sie ist knapp 17 Kilometer lang und an der schmalsten Stelle nur 250 Meter breit. Rund 1.300 Einwohner leben hier in den vier Orten Kloster, Grieben, Vitte und Neuendorf. Die Natur bestimmt das Leben der Menschen und ist zugleich Anziehungspunkt für Touristen. Landschaftlich lässt sich die Insel in folgende Abschnitte unterteilen: Im Norden liegt das Hochland Dornbusch mit dem bekannten Leuchtturm und der bis zu 60 Meter hohen Steilküste Dornbuschkliff, in der Mitte das Flachland mit Dünenheide und langen Sandstränden und im Süden der "Gellen" - ein sandiges Schwemmland, das zum größten Teil Vogelschutzgebiet und deshalb nicht zugänglich ist.

Künstlerinsel und Naturparadies

Große Teile der Insel gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Viele Vogelarten, darunter auch bedrohte, finden hier Brut- und Rastplätze. Außerdem gibt es Wildkaninchen, verschiedene Bienenarten und viele Schmetterlinge. Auch für mehrere Hundert Blütenpflanzen, Moose und Flechten bietet die Insel ein ideales Habitat. Das Nationalparkhaus in Vitte informiert in einer Ausstellung über den Park und seine Ziele. Von Juni bis September werden außerdem regelmäßig naturkundliche Führungen angeboten.

Das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kloster auf der Insel Hiddensee. © picture alliance / dpa Fotograf: Waltraud Grubitzsch Detailansicht des Bildes Das Haus "Seedorn", in dem Hauptmann meist den Sommer verbrachte, ist heute ein Museum. Hiddensee wird oft auch als Künstlerinsel bezeichnet, denn zu Beginn des vorigen Jahrhunderts verlebten unzählige Maler, Schriftsteller, Tänzer und Schauspieler den Sommer auf der Insel. Dazu zählten Käthe Kruse und Asta Nielsen, Albert Einstein und Carl Zuckmayer, Thomas Mann, Sigmund Freud und vor allem Gerhart Hauptmann. Der Schriftsteller kaufte 1930 das Haus "Seedorn" in Kloster, in dem er zuvor viele Jahre die Sommermonate mit seiner Geliebten und späteren Ehefrau Margarete Marschalk verbracht hatte. Das Haus diente auch später als Sommerresidenz für das Paar, dort schrieb Hauptmann viele seiner Werke. Seit 1956 ist es als Gedenkstätte geöffnet. Die Wohnräume des Schriftstellers sind noch im Originalzustand erhalten. Beim Rundgang durch das Haus wird Gerhart Hauptmanns innige Beziehung zur Insel Hiddensee deutlich. Unweit seines ehemaligen Domizils liegt Hauptmann begraben - auf dem kleinen Friedhof.

Heute dient das Gerhart-Hauptmann-Haus auch als Veranstaltungsort für Lesungen und Konzerte - so auch im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Weitere Informationen
Der Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann. © dpa - Bildarchiv
 

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Adresse

Gerhart-Hauptmann-Haus

Kirchweg 13
18565 Kloster/Hiddensee
Tel. (038300) 397

Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober:
Montag bis Sonnabend,
10.00 - 17.00 Uhr,
Sonntag 13.00 - 17.00 Uhr
November und März:
Dienstag bis Sonnabend, 11.00 - 14.00 Uhr
April:
Montag bis Sonnabend,
11.00 - 16.00 Uhr
Dezember bis Februar:
Donnerstag, 11.00 - 14.00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 3 Euro
ermäßigt: 2 Euro

Links

Offizielle Website mit umfangreichen Informationen für Touristen.

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