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Ein Schmuckstück im Klützer Winkel: Schloss Bothmer.
Es ist eine ruhige, beschauliche Region zwischen den Hansestädten Lübeck und Wismar: der Klützer Winkel. Große Städte gibt es hier nicht, dafür verträumte Dörfer, Kleinstädte, Herrenhäuser und das Ostseebad Boltenhagen an der meist naturbelassenen Küste. Zentrum der Region ist die Stadt Klütz mit gut 3.000 Einwohnern. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die Kirche St. Marien, ein Bau im Stil der Backsteingotik mit einem Barock-Altar aus dem beginnenden 18. Jahrhundert. Solange man ihren Kirchturm sehen kann, ist man im Klützer Winkel, heißt es. In der gut erhaltenen Klützer Mühle befindet sich heute ein Restaurant. Von dort aus bietet sich ein herrlicher Blick über das Land bis hin zur Ostsee.
Landesweit bekannt ist Schloss Bothmer im Süden der Stadt, die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns. Das Anwesen wurde 1726 bis 1732 nach niederländisch-englischem Vorbild für Hans Caspar Graf von Bothmer gebaut. Zwei Jahrhunderte lang gehörte es der Familie Bothmer - bis zu deren Enteignung 1945. Danach war es Kommandatur der Alliierten, später diente es als Altenheim. Ab 1999 war Schloss Bothmer in Privatbesitz, seit 2007 gehört es dem Land, das das gesamte Ensemble aus 13 Gebäuden grundlegend sanieren lässt. 2014/15 soll im Haupthaus eine Dauerausstellung über den Bauherrn von Bothmer und über die Geschichte der Güter im alten Mecklenburg eröffnen.
Der englische Landschaftsgarten um das Schloss ist täglich ab 10 Uhr geöffnet. Die Tore schließen von April bis September um 20 Uhr, im März und Oktober um 18 Uhr und von November bis Februar um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Von April bis Oktober finden täglich um 10.30 Uhr, 14 und 15.30 Uhr kostenpflichtige Führungen statt.
Das Schloss selbst ist derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen.
Der rund 300 Jahre alte Schlosspark wurde bereits nach historischen Plänen umgestaltet. Seit Sommer 2012 zeigt er sich wieder als Landschaftsgarten im englischen Stil des 19. Jahrhunderts mit barocken Strukturen. Bei den Arbeiten wurde das Fundament der früheren Orangerie wiederentdeckt. Zu den Besonderheiten der Anlage gehört eine 250 Jahre alte Lindenallee, die den Weg zum Schloss säumt. Im Sommer wird Schloss Bothmer regelmäßig zur außergewöhnlichen Konzertkulisse für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.
Die Seebrücke Botenhagen gehört mit 290 Metern zu den längsten an der deutschen Ostseeküste.
Ein viereinhalb Kilometer langer Badestrand, die 290 Meter lange Seebrücke und ein Kurpark: Das sind nur einige Attraktionen von Boltenhagen. Der Ort hat sich über die DDR-Zeit hinweg sein typisches Erscheinungsbild bewahrt. Viele alte Ferienvillen, hübsche Pensionshäuschen aus der Gründerzeit sowie reetgedeckte Hallenhäuschen prägen das Bild im Ortskern. Von der nahen Steilküste bietet sich ein schöner Blick über die Lübecker Bucht. Boltenhagen ist auch ein guter Startpunkt für Ausflüge in den Klützer Winkel - zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto.
Als weiteres Ziel bietet sich der Ort Damshagen südlich von Klütz an. Der Altarstein in der kleinen, gotischen Backsteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. In Kalkhorst lockt ein englischer Landschaftsgarten mit vielen subtropischen Gewächsen. Das neugotische Backsteinschloss in der Anlage bietet einen interessanten Anblick, kann aber nicht von innen besichtigt werden. Zwischen Hohen Wieschendorf, das mit einem gescheiterten Jachthafen-Projekt in die Schlagzeilen gekommen ist, und Wismar finden sich viele einsame Standabschnitte. Von dort haben Urlauber einen schönen Blick zur vorgelagerten Insel Poel. Mehr Betrieb herrscht im Sommer an der Wohlenberger Wiek. Die Bucht ist wegen ihres flachen Wassers bei Familien und Surfern gleichermaßen beliebt.