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Neugierige Giraffen fressen den Autofahrern schon mal aus der Hand.
Eine Auto-Safari in der Lüneburger Heide? Der Serengeti-Park Hodenhagen macht es möglich. Mit dem eigenen Pkw fahren Besucher auf einer gut zehn Kilometer langen Strecke durch das Gelände. Dabei begegnen ihnen Giraffen, Nashörner, Zebras, Paviane, Elefanten und viele andere Tiere, die bis an die Autos herankommen können. Kein Gatter trennt die rund 1.500 Tiere von der Fahrbahn. Zu Fuß dürfen Besucher diesen Teil des Geländes nicht besichtigen. Wer keine Kratzer an seinem Wagen riskieren will, kann an der Bus-Führung des Parks teilnehmen. In einem Doppeldecker geht es in etwa einer Stunde durch das weitläufige Gelände mit Wiesen- und Waldbereichen. Dazu gibt es viele Informationen über die Tiere. Mitarbeiter locken einige der Park-Bewohner mit Futter an den Bus, sodass es zu spannenden Begegnungen mit den exotischen Vierbeinern kommt.
Auch eine "Dschungel-Safari-Tour" führt Besucher dicht an die Tiere heran. Offene Jeeps im Safari-Stil fahren zu ausgewählten Stationen der Tierwelt. Zusätzlich rollen die Wagen über eine Gelände-Strecke, die für Privatfahrzeuge nicht zugänglich ist. Dort erleben Besucher außer der Nähe zur Natur einige technische Spezialeffekte. Während diese Tour im Eintrittspreis enthalten ist, kostet die Busrundfahrt extra.
Eine Besonderheit im Park sind die weißen Löwen, die Ende 2010 Nachwuchs bekamen.
Der Park kümmert sich außerdem um die Zucht von Wildtieren. In den vergangenen Jahren kamen dort mehrfach Löwen-Babys zur Welt. So bekam im Dezember 2010 die weiße Löwin Kotenay zweifachen Nachwuchs. Die Geburt überraschte die Park-Betreiber, da die Schwangerschaft unbemerkt geblieben war. Nach einem Kaiserschnitt entwickelten sich sich die kleinen Löwen gut und sind seit Sommer 2011 im Park zu sehen.
20 Affen-Arten sind zu bewundern, darunter auch Paviane.
Ein anderer Teil des Geländes lässt sich zu Fuß erkunden: die Affenwelt. Dort leben 200 Tiere aus 20 Affen-Arten, darunter Schimpansen, Weißkopfmakis und Meerkatzen. Die täglichen Fütterungen um 14 und 16 Uhr sind Publikumsmagnete in der Affenwelt.
Bis zu 15 Schimpansen gehören zu einer Familie im Amboseli-Affen-Reservat, einer hügligen Sumpflandschaft. Sie ist nur durch einen mit Schilf bewachsenen Wassergraben von den Besuchern getrennt. Nachts und im Winter ziehen sich die Menschenaffen in ihr rund 200 Quadratmeter großes Haus zurück.
Riesenrad, Achterbahn und Kettenkarussell warten auf die Besucher.
Der Serengeti-Park gliedert sich in vier "Welten": Tierwelt, Affenwelt, Wasserwelt und Freizeitwelt. Damit ist er zugleich Tier- und Freizeitpark. m Freizeitpark-Bereich des Geländes sorgen fast 50 Karussells für Kinder ab zwei Jahren, aber auch für Erwachsene, für Unterhaltung. Riesenrad, Achterbahn und Kettenkarussell stehen unter anderem zur Verfügung. Wer aktiv sein möchte, kann den Klettergarten oder einen Trimm-Dich-Pfad ausprobieren. Außerdem gibt es einen großen Streichelzoo, in dem Kinder die Tiere hautnah kennenlernen können, und Spielplätze. Kioske, Imbisse sowie ein Restaurant sorgen für Verpflegung.
Ein weiterer Teilbereich des Freizeitparks ist die Wasserwelt. Dort stehen Fahrten mit der Wildwasserbahn, dem Entenkarussell oder Tretbooten im Mittelpunkt. Im Sommer sorgen sie für eine willkommene Erfrischung auf den zahlreichen Wasserflächen des Geländes. Fahrgeschäfte wie Riesen-Schiffsschaukel oder der 17 Meter hohe Fallturm ersetzen einen Volksfest-Besuch.
Auch Nashörner leben im Park, bereits 42 Tiere sind dort geboren worden.
Der Serengeti-Park besteht seit 1974 und ist seitdem mehrfach erweitert worden. Seit 2007 können Gäste auch auf dem Gelände übernachten. Dazu gibt es in einem seperaten Bereich 80 Holzhäuser unterschiedlicher Größe für zwei bis fünf Personen. Namensgeber des Parks ist eine Savanne im ostafrikanischen Tansania. Der dortige Serengeti-Nationalpark gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Tierfilmer Bernhard Grzimek sorgte 1959 mit seinem Film "Serengeti darf nicht sterben" dafür, dass das bedrohte Tierparadies weltweit bekannt wurde. Der Dokumentarfilm wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.