Stand: 23.04.2013 14:36 Uhr

Rügen: Ferieninsel für jede Gelegenheit

Mit 976 Quadratkilometern Fläche ist Rügen die größte Insel Deutschlands und hat für Urlauber viel zu bieten: hübsche Badeorte, verträumte Fischerdörfer, Schlösser, Herrenhäuser, unberührte Natur und kilometerlange Sandstrände.

00:00:00 Uhr
live
  • 00:00:00 / 00:00:00

Rügen und Vilm von oben

Faszinierende Luftaufnahmen von Deutschlands größter Insel und ihrer südöstlich gelegenen kleinen Schwester Vilm. (Quelle: VIDICOM)

Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund

Wer auf Rügen etwas unternehmen will, hat die Qual der Wahl - denn Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote gibt es reichlich, etwa die berühmten Kreidefelsen, die schon den Maler Caspar David Friedrich bezauberten. Sie gehören zum Nationalpark Jasmund, der im Nordwesten der Insel nördlich der Hafenstadt Sassnitz liegt. Höchster Felsen ist mit 118 Metern der Königsstuhl.

Typisch für Rügen: die weißen Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund.

Ganz in seiner Nähe gibt es einen Aussichtspunkt und ein Naturparkzentrum. Beide sind vom Parkplatz Hagen aus zu erreichen - entweder mit dem Shuttlebus oder zu Fuß. Der drei Kilometer lange Weg durch den Buchenwald lohnt sich. Am Königsstuhl führt eine lange Holztreppe hinab zum Ostseestrand. Natürlich lässt sich die Kreideküste auch vom Boot aus oder bei einem Strandspaziergang erkunden.

Naturparadies Halbinsel Wittow

Von der Halbinsel Jasmund führt eine acht Kilometer lange Nehrung mit herrlichem Badestrand, die sogenannte Schaabe, zum nördlichsten Teil Rügens - nach Wittow. Die Halbinsel - umgeben von Ostsee und Bodden - ist vor allem im Westen und Süden ein ruhiges Naturparadies mit vielen idyllischen Plätzen. Im Herbst sammeln sich hier Tausende von Kranichen für mehrere Wochen zur Rast - ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Kap Arkona: Felsen mit drei Leuchttürmen

Bild vergrößern
Kap Arkona ist ein 45 Meter hoher Kreidefelsen, der steil ins Meer abfällt.

Zwei Orte auf Wittow ziehen das ganze Jahr über zahlreiche Touristen an: Kap Arkona und das Dorf Vitt. Beide gehören zur Gemeinde Putgarten. Kap Arkona ist eine 45 Meter hohe Steilküste mit Kreidefelsen. Auf dem Plateau befinden sich zwei Leuchttürme und ein Peilturm der Marine, die alle bestiegen werden können, eine Nebelsignalstation, zwei Bunker sowie eine slawische Wallanlage. Der alte, quadratische Leuchtturm - auch Schinkelturm genannt - wurde nach Entwürfen des berühmten preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel erbaut und war von 1828 bis 1905 in Betrieb. Der klassizistische Backsteinbau ist knapp 20 Meter hoch. Nach umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen ist er seit 1993 wieder zugänglich. Er beherbergt neben einer Aussichtsplattform ein Museum zum Thema Seefahrt sowie das nördlichste Standesamt Mecklenburg-Vorpommerns.

Der zweite Leuchtturm ersetzte Anfang des 20. Jahrhunderts den alten und dient noch heute als Leuchtfeuer. Von seiner Galerie haben Besucher einen tollen Ausblick auf die Ostsee und die Insel. Auch auf den Peilturm führt eine Treppe. Er bietet außerdem Raum für wechselnde Ausstellungen und andere Veranstaltungen.

Autos sind am Kap tabu

Wer das Kap besuchen möchte, muss mit dem Rad kommen oder das Auto in Putgarten abstellen und die restlichen zweieinhalb Kilometer durch das Naturschutzgebiet zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder der sogenannten Arkona-Bahn - einer gasbetriebenen Bahn auf Rädern - zurücklegen.

Romantisches Fischerdorf Vitt

Bild vergrößern
Die hübsche Kapelle in Vitt entstand nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel.

An das nördliche Steilufer der Ostsee schmiegt sich der kleine Fischerort Vitt. Das Dorf steht unter Denkmalschutz und ist autofrei. Touristen fahren entweder mit der Kap Arkona Bahn bis zum Ortseingang oder gehen von Putgarten aus rund zweieinhalb Kilometer zu Fuß. Dort können Tagesgäste ihren Pkw auf einem der kostenpflichtigen Parkplätze stehen lassen. Zu Vitt gehört eine kleine achteckige Uferkapelle. Sie wurde nach den Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel gebaut. Das Dorf selbst ist recht übersichtlich. Etwa 30 Einwohner leben in den dreizehn Reetdachhäusern. Vitt konnte seine ursprüngliche Anlage bis heute erhalten. Sogar die Häuser tragen statt Straßennummern die Zeichen der Ranen aus der Slawenzeit. Es empfiehlt sich, den Ort morgens zu besuchen. Dann bieten Fischer ihre frische Ware an und der Besucherstrom hält sich noch in Grenzen.