Stand: 03.09.2014 09:57 Uhr

Abwechslungsreiche Ferieninsel: Rügen

Hübsche Badeorte, verträumte Fischerdörfer, Schlösser, Herrenhäuser, unberührte Natur und kilometerlange Sandstrände: Deutschlands größte Insel hat für Urlauber viel zu bieten.

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Rügen

mareTV - 04.09.2014 20:15 Uhr

Deutschlands größte Insel hat für Urlauber viel zu bieten: Die berühmten Kreidefelsen, eine Ruderfähre, hübsche Badeorte, verträumte Fischerdörfer und unberührte Natur.

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Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund

Wer auf Rügen etwas unternehmen will, hat die Qual der Wahl - denn Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote gibt es reichlich, etwa die berühmten Kreidefelsen, die schon den Maler Caspar David Friedrich bezauberten. Sie gehören zum Nationalpark Jasmund, der im Nordwesten der Insel nördlich der Hafenstadt Sassnitz liegt. Höchster Felsen ist mit 118 Metern der Königsstuhl.

Typisch für Rügen: die weißen Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund.

Ganz in seiner Nähe gibt es einen Aussichtspunkt und ein Naturparkzentrum. Beide sind vom Parkplatz Hagen aus zu erreichen - entweder mit dem Pendelbus oder zu Fuß. Der etwa drei Kilometer lange Weg durch den Buchenwald, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, lohnt sich. Auf dem Königsstuhl selbst befindet sich eine Plattform, die einen schönen Blick über die Ostsee bietet. Dort führt auch eine lange Holztreppe hinab zum Ostseestrand. Natürlich lässt sich die Kreideküste auch vom Boot aus oder bei einem Strandspaziergang erkunden.

Naturparadies Halbinsel Wittow

Von der Halbinsel Jasmund führt eine acht Kilometer lange Nehrung mit herrlichem Badestrand, die sogenannte Schaabe, zum nördlichsten Teil Rügens - nach Wittow. Die Halbinsel - umgeben von Ostsee und Bodden - ist vor allem im Westen und Süden ein ruhiges Naturparadies mit vielen idyllischen Plätzen. Im Herbst sammeln sich hier Tausende von Kranichen für mehrere Wochen zur Rast - ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Kap Arkona: Felsen mit drei Leuchttürmen

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Kap Arkona ist ein 45 Meter hoher Kreidefelsen, der steil ins Meer abfällt.

Zwei Orte auf Wittow ziehen das ganze Jahr über zahlreiche Touristen an: Kap Arkona und das Dorf Vitt. Beide gehören zur Gemeinde Putgarten. Kap Arkona ist eine 45 Meter hohe Steilküste mit Kreidefelsen. Auf dem Plateau befinden sich zwei Leuchttürme und ein Peilturm der Marine, die alle bestiegen werden können, eine Nebelsignalstation, zwei Bunker sowie eine slawische Wallanlage. Der alte, quadratische Leuchtturm - auch Schinkelturm genannt - wurde nach Entwürfen des berühmten preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel erbaut und war von 1828 bis 1905 in Betrieb. Der klassizistische Backsteinbau ist knapp 20 Meter hoch. Nach umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen ist er seit 1993 wieder zugänglich. Er beherbergt neben einer Aussichtsplattform ein Museum zum Thema Seefahrt sowie das nördlichste Standesamt Mecklenburg-Vorpommerns.

Der zweite Leuchtturm ersetzte Anfang des 20. Jahrhunderts den alten und dient noch heute als Leuchtfeuer. Von seiner Galerie haben Besucher einen tollen Ausblick auf die Ostsee und die Insel. Auch auf den Peilturm führt eine Treppe. Er bietet außerdem Raum für wechselnde Ausstellungen und andere Veranstaltungen.

Autos sind am Kap tabu

Wer das Kap besuchen möchte, muss mit dem Rad kommen oder das Auto in Putgarten abstellen und die restlichen zweieinhalb Kilometer durch das Naturschutzgebiet zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder der sogenannten Arkona-Bahn - einer gasbetriebenen Bahn auf Rädern - zurücklegen.

Romantisches Fischerdorf Vitt

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Die hübsche Kapelle in Vitt entstand nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel.

An das nördliche Steilufer der Ostsee schmiegt sich der winzige Fischerort Vitt. Etwa 30 Einwohner leben in den dreizehn Reetdachhäusern. Das Dorf steht unter Denkmalschutz und ist ebenfalls autofrei. Touristen fahren entweder mit der Arkona-Bahn bis zum Ortseingang oder gehen von Putgarten aus rund zweieinhalb Kilometer zu Fuß. Von Kap Arkona ist Vitt über einen Küstenwanderweg zu erreichen. Das Dorf konnte seine ursprüngliche Anlage bis heute erhalten. Die Häuser tragen statt Straßennummern die Zeichen der Ranen aus der Slawenzeit. Die kleine achteckige Uferkapelle wurde nach den Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel gebaut. Es empfiehlt sich, Vitt morgens zu besuchen. Dann bieten Fischer ihre frische Ware an und der Besucherstrom hält sich noch in Grenzen.