Stand: 21.10.2015 12:12 Uhr

Nordseebad Cuxhaven: Strand, Watt und Schiffe

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Beliebter Aussichtspunkt: An der "Kugelbake" mündet die Elbe in die Nordsee.

Schiffe und Wasser, Wattwandern, Flanieren auf der Promenade und fangfrischer Fisch: Das alles ist typisch für Cuxhaven, die Stadt an der Elbmündung, die seit 1816 Seebad ist.

Mehr als 600 Jahre lang gehörte Cuxhaven zu Hamburg, fiel erst 1937 per Gesetz an Preußen und zählt heute als kreisfreie Stadt zu Niedersachsen. Mit rund drei Millionen Übernachtungen jährlich steht Cuxhaven an der Spitze der Kurorte an der deutschen Nordseeküste. Urlauber schätzen die maritime Atmosphäre mit Hafen und vielen Schiffen, den langen Sandstrand im Stadtteil Duhnen sowie gut erreichbare Ausflugsziele wie die Inseln Neuwerk und Helgoland oder die Seehundbänke im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Selbst bei kühlem Wetter lockt ein Bad im warmen Nordseewasser: im Wellenbad im Thalassozentrum "ahoi".

Die Ausflugsdampfer fahren auch an den Seehundbänken vorbei. © NDR/nonfictionplanet, honorarfrei

Cuxhaven - Schiffe, Strand und sonst Watt

die nordstory -

Cuxhaven, die drittgrößte Stadt an der deutschen Nordseeküste, zählt zu den größten Fischerhäfen Deutschlands. Sie lebt aber auch vom Kurbetrieb und Tourismus.

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Maritime Sehenswürdigkeiten

Wahrzeichen der Stadt ist die "Kugelbake", ein 29 Meter hohes Holzgerüst, das anzeigt, wo die Elbe endet und das offene Meer beginnt. Früher war die Kugelbake ein wichtiges, beleuchtetes Seezeichen, heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel am nördlichsten Punkt Niedersachsens mit schönem Ausblick auf die Nordsee und die vorbeifahrenden Schiffe.

Wer gerne große und kleine Schiffe aus nächster Nähe sehen möchte, ist am Elbanleger "Alte Liebe" im Alten Hafen richtig. Das zweigeschossige Bauwerk aus Holz entstand im 18. Jahrhundert als Anleger. Heute dient es nur noch als Aussichtspunkt und bietet den Besuchern einen tollen Blick auf den gesamten Schiffsverkehr in der breiten Elbmündung.

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Am Anleger "Alten Liebe" ziehen Schiffe auf dem Weg von und nach Hamburg vorbei.

Gleich neben dem Anleger steht ein weiteres historisches Denkmal: der Windrichtungsanzeiger Semaphor. Das modern wirkende Stahlgerüst mit den Buchstaben B (für Borkum) und H (für Helgoland) zeigte den vorbeifahrenden Schiffen früher mit Pfeilen und Signalarmen Windrichtung und Windstärke auf den beiden Inseln an. Heute erhalten die Kapitäne die aktuellen Wetterdaten auf anderen Wegen, dennoch werden die Werte am Semaphor noch täglich eingestellt.

Frischer Fisch und das Feuerschiff

Cuxhaven gehört zu den wichtigsten deutschen Häfen für Fischkutter. Täglich kommen Schiffe von hoher See und löschen ihren Fang im Alten und Neuen Fischereihafen. Wer früh genug aufsteht, kann in der Auktionshalle zuschauen, wie die angelandete Ware versteigert wird. Zahlreiche Restaurants an den Kais haben sich auf Fischgerichte spezialisiert.

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1988 wurde die "Elbe 1" außer Dienst gestellt. Seitdem liegt das Feuerschiff als Museum in Cuxhaven.

Ebenfalls im Hafen liegt eine weitere Attraktion: das legendäre Feuerschiff "Elbe 1". Es leitete jahrzehntelang andere Schiffe um Sandbänke in der Elbmündung herum und wurde 1988 durch ein unbemanntes und von Cuxhaven aus ferngesteuertes Feuerschiff ersetzt. Seitdem liegt die "Elbe 1" in Cuxhaven und kann besichtigt werden. Gelegentlich sticht sie zu Museumsfahrten in See.